Exklusiv: Cisco erhöht Preise für Software und ausgewählte Hardware
Unmittelbar vor seinem Partner Summit hat Cisco die Partner darüber informiert, dass es mit Wirkung zum 7. November die Listenpreise für Software und eine begrenzte Auswahl an Hardwareprodukten erhöht. Channel-Chef Tim Coogan bezeichnete den Schritt als Teil einer "Neuausrichtung" des Portfolios.
Cisco-Systems-Channel-Chef Tim Coogan hat Partner und Distributoren am Samstagmorgen über Listenpreiserhöhungen für Software und eine begrenzte Auswahl an Hardwareprodukten informiert, die in zwei Wochen in Kraft treten. Die Preisänderungen konzentrieren sich auf Softwareprodukte für Networking und Security, die Erhöhungen sollen im Durchschnitt im mittleren einstelligen Prozentbereich liegen. Bei der Hardware beschränken sich die Änderungen demnach auf eine kleine Zahl von Produkten. Der Technologiekonzern aus Kalifornien, machte jedoch keine genaueren Angaben dazu, welche Angebote betroffen sein werden oder wie stark die Hardwarepreise steigen.
Coogan, Senior Vice President of Global Partner Sales bei Cisco, verschickte die Mitteilung über die bevorstehenden Preiserhöhungen, während sich das Unternehmen auf den Cisco Partner Summit 2026 vorbereitet, der am heutigen Montag in Kanada beginnt. "Mir ist bewusst, dass Sie diese Information zwei Tage vor dem Partner Summit erreicht, während sich viele von Ihnen auf die Reise nach Vancouver vorbereiten", schrieb er in der Mitteilung, die Cisco CRN zur Verfügung stellte. "Wir haben uns entschieden, sie jetzt zu teilen, damit Sie mit allen Details anreisen und entsprechend planen können."
[siehe auch: KI-Reifeprüfung der Cisco-Partner: "Ich gebe insgesamt eine 3+"]
"Neuausrichtung" des Portfolios – Splunk-Preise nicht betroffen
Coogan bezeichnete die Preisänderungen in einem Interview als Teil einer "Neuausrichtung". "Wir müssen konsequent nach Möglichkeiten suchen, das Portfolio zu optimieren. Daher handelt es sich im Grunde eher um eine Neuausrichtung über das gesamte Portfolio hinweg", erläuterte Coogan. "Cisco überprüft sein Produktportfolio und seine Preisstrategie fortlaufend, um sicherzustellen, dass sie die Marktdynamik, unsere eigenen Investitionen in Innovation und den von uns gelieferten Mehrwert widerspiegeln. Bei Bedarf nehmen wir gezielte Anpassungen vor."
Für Software- und Hardwarekäufe gelten laut Coogan die üblichen Preisschutzregelungen von Cisco, ohne Ausnahmen oder Änderungen. Das Unternehmen werde eng mit Partnern und Endkunden zusammenarbeiten, um sie bei den Preisänderungen zu unterstützen. Splunk-Technologie ist ihm zufolge von den Preisänderungen ausgenommen.
Partner müssen Angebote anpassen
Für Partner könnten sich die größten Auswirkungen bei bereits laufenden Geschäften ergeben, mahnte Coogan. Lösungsanbieter müssten die Preisangaben für laufende Verkaufsprozesse aktuell halten und sicherstellen, dass Kunden vor Ablauf der Preisgültigkeit "aktualisierte Angebote vorliegen", erklärte er. Die neuen Preise werden dazu am 7. November im Cisco Commerce Workspace freigeschaltet. Laut der Mitteilung können Partner die Änderungen auf Produktebene im Vorfeld bereits ab Samstag im Listenpreiskatalog des Unternehmens und auf der SalesConnect-Plattform einsehen.
"Zwei Wochen sind ein kurzes Zeitfenster für eine Preisänderung. Sie sollten Änderungen immer zuerst von uns erfahren – mit so viel Vorlauf für Ihre Planung, wie wir Ihnen geben können", erklärte Coogan den Partnern in der Mitteilung. "Wenn Sie Fragen haben, steht Ihnen Ihr Cisco Partner Account Manager zur Verfügung."
Anhaltende Auswirkungen der Speicherknappheit
Coogan zufolge unterscheidet sich der Schritt nicht wesentlich von anderen Maßnahmen, die der Technologiekonzern angesichts veränderter Marktbedingungen ergriffen hat. Im Laufe des Jahres 2026 hat Cisco seine Preismodelle und Geschäftsstrukturen als Reaktion auf eine volatile weltweite Knappheit bei Speicherchips angepasst. Diese Veränderungen, ausgelöst durch steigende Komponentenkosten, zwangen das Unternehmen dazu, Vertragsbedingungen und Angebote anzupassen, um die Margen im Compute-Geschäft zu schützen.
Nachdem Cisco im Februar 2026 zunächst Compute-Aktionen und Anreize für die Deal-Registrierung gestrichen hatte, führte das Unternehmen im April die Compute-Deal-Registrierung wieder ein – nach Rückmeldungen aus seinem Partner-Ökosystem.
CRN berichtet weiter über die aktuellen Entwicklungen im Zuge dieser Ankündigung.
Dieser Artikel erschien zuerst bei unserer Schwesterpublikation crn.com.
CRN-Newsletter beziehen und Archiv nutzen - kostenlos: Jetzt bei der CRN Community anmelden