Neuer Netgo-Chef: "Wir reden nicht nur, wir liefern"

Braucht man für Führung einen offiziellen Titel? Macher warten auf keine offizielle Freigabe. So wie Sven Fürth. Kaum im CFO-Amt, ist er es, der beim Systemhaus Netgo die Weichen stellt - nun offiziell an der Spitze einer Troika.

Verjüngung und frische Energie im fordernden Systemhauswettbewerb, dafür steht das Netgo-Führungsteam Sven Fürth, Kai Wedel und Felix Kusch (v.l.n.r.) Foto: Netgo

Führungslos war Netgo seit dem plötzlichen Ausscheiden von Jacques Diaz im vergangenen Jahr nicht. Der CFO, Sven Fürth, hatte übernommen - kaum drei Monate neu bei Netgo und neu in der Systemhausbranche. Alte Zöpfe abschneiden, Strukturen aufbrechen, Führungspersonal austauschen, wichtige Projekte (mit HPE, mit Tobit) zum Abschluss bringen: Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler zauderte nicht, nahm das Heft in Hand, nicht weil er es als plötzlicher Alleinvorstand der Netgo Gruppe musste.

"#Machen ist unser Credo"

Fürth ist kein stiller Controller, Buchhalter und Verwalter schon gleich gar nicht, gleichwohl zahlengetrieben. Auf die rund sechs Monate für 2025 an der Spitze von Netgo blickt er selbstbewusst zurück: man sei schneller als der Markt gewachsen, profitabel gewachsen, und werde diese Entwicklung 2026 fortsetzen. Die Integration der aus vielen Gesellschaften bestehenden Netgo Gruppe werde "konsequent" fortgesetzt. Dann der dritte Punkt, der Selbstverständnis und Appell an alle Netgo zugleich ist: "Umsetzung. Wir reden nicht nur, wir liefern Mehrwert für unsere Kunden. #Machen ist unser Credo", so Sven Fürth, jetzt auch offiziell CEO der Netgo Gruppe.

Was so ein Macher zur Beförderung sagt? "Für mich ist das kein Neustart, sondern die logische Fortsetzung dessen, was wir gemeinsam aufgebaut haben. Wir stehen für Kontinuität und gezielte Weiterentwicklung", so sein selbstbewusstes Statement.

Troika führt künftig Netgo Gruppe

Zur Führungsspitze gehört seit März dieses Jahres Felix Kusch. Er ist als Chief Commercial Officer (CCO) für den Vertrieb verantwortlich. Das starke Handelsgeschäft bei Netgo ist eine wichtige Säule des Systemhauses. Kusch will vor allem das Dienstleistungsgeschäft ausbauen. "Unser Fundament im Commerce ist sehr stark. Jetzt gilt es, in den Bereichen Managed und Professional Services noch stärker zu wachsen. Wir wollen dort nicht nur mitspielen, sondern den Takt vorgeben", so Kusch.

Mit der Ernennung von Kai Wedel zum neuer Chief Operations Officer (COO) setzt Fürth nicht nur auf die Erfahrung eines seit 20 Jahren im IT-Dienstleistungsgeschäfts tätigen Geschäftsführer. Die Personalie ist auch ein Zeichen an die Belegschaft und potenziell neue, junge Arbeitskräfte. Wedel sei "ein echtes netgo-Eigengewächs".

"Ich kenne netgo seit vielen Jahren aus der Innenperspektive. Dass ich nun als COO die operativen Geschicke leiten darf, ist für mich eine Herzensangelegenheit. Mein Fokus liegt darauf, unsere Prozesse so zu optimieren und weiter zu skalieren, dass wir die Stärken, die wir im Team haben, auch direkt beim Kunden ankommen lassen", sagt Wedel zur neuen Position

Der Manager darf künftig wohl mit Gesicht und Geschichte für die Netgo-Personalabteilung herhalten. "Sein Aufstieg vom langjährigen Experten zum COO ist das beste Beispiel für die gelebte Personalentwicklung bei netgo. Es zeigt: Wer bei netgo Leidenschaft und Know-how einbringt, kann alles erreichen", heißt es zur Berufung von Wedel.

Investor Waterland: "führende Rolle im IT-Markt festigen"

Das Kapital für die Expansion der Netgo Gruppe stellt der Eigner Waterland zur Verfügung. Der niederländische Investor ist 2019 bei Netgo eingestiegen, in den Jahren danach wuchs die Systemhausgruppe von rund 300 auf über 1.400 Beschäftigte, der Umsatz vervielfachte sich auf zuletzt etwa 400 Millionen Euro. Das nun vollständige Management-Board hat vom "strategischen Partner" Waterland ein "klares Mandat: Die Gruppe konsequent weiterzuentwickeln und die führende Rolle im IT-Markt zu festigen".

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