Snowflake und die Partner im "Goldrausch"

Der Snowflake Summit 2026 stand ganz im Zeichen des KI-getriebenen Wachstums. Um dieses zu heben, setzt der Datenplattform-Anbieter auf seine Partner, denen er dafür neue Möglichkeiten der Unterstützung verspricht und zahlreiche Neuerungen wie Weiterentwicklungen von CoCo (Cortex Code) und CoWork (Snowflake Intelligence) an die Hand gibt.

(Foto: Snowflake)

Snowflake nutzte seinen diesjährigen Snowflake Summit in San Francisco, um Weiterentwicklungen seines früher als Snowflake Intelligence bekannten persönlichen Arbeitsagenten CoWork, seines KI-Coding-Agenten CoCo, früher bekannt als Cortex Code, sowie seines Partnerökosystems zu präsentieren. Damit will der Anbieter die Basis schaffen, um die stark wachsende Nachfrage nach seiner Datenplattform und seinen Lösungen im KI-Zeitalter zu nutzen.

Lösungspartner seien "entscheidend für unsere Go-to-Market-Strategie", betonte Snowflake-CEO Sridhar Ramaswamy letzte Woche auf eine Frage von CRN während einer Pressekonferenz auf der Veranstaltung. "Was Tools wie CoCo ermöglichen, ist eine deutlich schnellere Implementierung und ein wesentlich schnellerer Time-to-Value", erklärte er. "Es herrscht gerade so etwas wie ein Goldrausch in Bezug darauf, wer schneller Mehrwert für Unternehmen schaffen kann."

[siehe auch: Snowflake Jahresstart 2026 - rasant und brisant]

Neuheiten vom Snowflake Summit 2026

Eric Walk, Vice President of AI Data Platforms beim in St. Louis ansässigen Snowflake-Lösungspartner Perficient, der Nummer 61 der CRN Solution Provider 500 von 2025, erläuterte CRN in einem Interview, Snowflake habe eine wirklich einheitliche Datenplattform aufgebaut, die Streaming, Governance und andere wesentliche Marktbestandteile zusammenführe. Die Perficient-Kunden, mit denen er arbeitet, suchen Plattformen wie Snowflake ihm zufolge vor allem wegen der Flexibilität, unabhängig von den genutzten Clouds auf ihre Daten zugreifen und mit ihnen arbeiten zu können. Nach seinem Dafürhalten ist das jedoch nur eines der vielen Beispiele für die Leistungsfähigkeit der Plattform. Zudem beobachte er, dass Snowflake durch seine Weiterentwicklungen bei CoWork seine potenzielle Nutzerbasis auf Wissensarbeiter ausweite. "Das ist enorm wichtig, um Kontext für KI zu schaffen", zeigte sich Walk überzeugt.

Im Rahmen der auf dem Summit vorgestellten Produktneuheiten gab Snowflake bekannt, dass vorgefertigte CoCo-Skills für gängige Data-Engineering- und KI-Workflows über sämtliche Daten hinweg ab sofort allgemein verfügbar (GA) sind. Zu den weiteren nun allgemein verfügbaren Produktinnovationen zählen laut Snowflake ein CoCo-Plugin für Claude Code von Anthropic sowie eine abgesicherte lokale Sandbox, um Agenten in isolierten lokalen Umgebungen zu betreiben.

In Kürze sollen zudem CoCo Cloud Agents verfügbar sein, mit denen sich Arbeit in der webbasierten Snowsight-GUI starten und in der Cloud ausführen lässt, ohne etwas lokal auf einem Laptop laufen zu lassen. Außerdem wurden eine native CoCo-Desktop-Anwendung sowie eine Snowflake-CoWork-iOS-App angekündigt.

Ausblick auf Snowflakes nächste Schritte

Zu den während des Summits vorgestellten Public Previews zählen laut Anbieter ein neuer CoCo Skills Catalog zum Auffinden, Teilen und Wiederverwenden von Workflows über Teams hinweg sowie eine Integration mit Vercel. Kommende Public Previews umfassen unter anderem CoCo Automations zur Steuerung wiederkehrender, ereignisgesteuerter Workflows, eine CoCo-Mobile-App, veröffentlichbare Dashboards für CoWork-Artefakte sowie Integrationen mit Salesforce Slackbot, VS Code und weiteren Diensten. In Kürze gehen zudem eine CoCo-Erweiterung für Microsoft Excel sowie die CoWork-Cortex-Sense-Funktion, die Daten, Geschäftsdefinitionen und operatives Wissen für Agenten zusammenführen soll, in die Private Preview.

Für Amy Kodl, Senior Vice President of Worldwide Alliances and Channels des Anbieters, ist CoCo mit Blick auf die Zukunft eine der größten Chancen für Snowflake-Lösungspartner, wie sie im Interview CRN ausführte. So habe CoCo beispielsweise bereits bei einigen Nutzern die Zeit bis zum Go-live um rund 26 Prozent verkürzt. "Es geht nicht nur um Technologie um der Technologie willen", stellte Kodl klar. "Es geht darum, sicherzustellen, dass wir diese Ergebnisse auch wirklich erzielen."

Snowflakes Wettbewerbsdifferenzierung im Zeitalter der KI besteht laut Kodl darin, den Nutzern Flexibilität bei der Modellwahl und Interoperabilität mit einer Vielzahl von Cloud-Anbietern zu ermöglichen, und dabei zugleich Daten zu sichern und ihre Governance aufrechtzuerhalten. Als Zeichen für die anhaltende Bedeutung des Ökosystems habe der Anbieter in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 200 Millionen US-Dollar in sein Partnernetzwerk investiert. "Wir erwarten nun von unseren Partnern, dass sie sich konsequent an Ergebnissen orientieren – dass sie sich von Anfang an gemeinsam mit den Kunden dazu verpflichten", erklärte sie.

Dieser Artikel erschien zuerst bei unserer Schwesterpublikation crn.com.

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