Synaxon und der IT-Service-Markt: START 2026 nicht verschlafen

Wie mit KI anfangen? Spielraum für Preiserhöhungen? Warum Unternehmer und ihre IT-Häuser mehr als nur technologische Verantwortung tragen sollten? Das und mehr verspricht einen spannenden Einstieg ins Jahr 2026 für Synaxon-Partner.

Ein Bild, das Menschliches Gesicht, Person, Lächeln, Vorderkopf enthält. KI-generierte Inhalte können fehlerhaft sein.

Mark Schröder (Synaxon), Ralph Friederichs (Cyberdyne) und Friedrich Pollert (Synaxon), v.l.n.r., sowie weitere Branchenkenner geben laden zur STRAT 2026 ein (Foto: Synaxon)

Ende 2025 gab es noch zahlreiche Übernahmen, bzw. Nachfolgeregelungen im Systemhaus-Markt, über die CRN berichtete. Allein diese wohl anhaltende Konsolidierung verspricht ein spannendes Jahr 2026 zu werden. Die richtige Einstimmung auf ein womöglich besseres 2026 als das Vorjahr holen sich IT-Häuser der 3.200 Mitglieder starken Verbundgruppe Synaxon bei der START 2026. Sie findet traditionell online statt, ist mit 90 Minuten knapp gehalten und dürfte wie im Vorjahr kurzweilig und informativ sein.

Das virtuelle Event findet am 20.Januar 2026 von 15:30-17 Uhr statt. Eine Aufzeichnung wird es nicht geben, so dass der exklusive Charakter eines feinen Branchentreffens mit Experten von Synaxon und außerhalb der Kooperation erhalten bleibt. Wie wird 2026? Rudi Rudolf Aunkofer vom iSCM-Institute blickt wieder in die Glaskugel, respektive seriös auf die ihm vorliegenden Marktdaten, um Chancen im IT-Servicemarkt darlegen zu können. Ob er etwas zur KI-Blase sagen wird, wissen wir nicht. Vermutlich aber, ist KI für Dienstleister keine Luftnummer, wenn man von den Hunderten Milliarden US-Dollar und den vielen undurchsichtigen "Circular Deals" absieht, die den KI-Markt durchaus erschüttern könnten.

Drei Empfehlungen von CRN, wo man als Systemhaus-Führungskraft besonders aufmerksam hinhören sollte bei der START 2026

Da wäre zu einen der Vortrag von Ralph Friedrichs, Gründer und Geschäftsführer von Cyberdyne: Wie bekommen wir es hin, dieses KI-First? Eine Antwort erlauben wir uns vorwegzunehmen, die Friedrichs Chefs vergangenes Jahr auf der Synaxon-Systemhaus-Konferenz Impulse in Kassel erläutert hatte. "Wir wandeln uns zum Anbieter für Outcome as a Service", sagte Martin Hörhammer, Chef der Medialine-Gruppe, zu der Cyberdyne gehört. Kunden wollen Ergebnisse sehen, ihre Investitionen und den ROI messen können. Medialine versteht sich als Berater der Kunden, der sich in die zu digitalisierenden Geschäftsprozesse der Kunden vertieft, den Nutzen erkennt und vor allem darlegen kann. "Wir beschäftigen heute mehr Business-Consultans als Mitarbeiter im technischen Support", so Hörhammer. KI-First gilt bei Medialine, durchaus ein Kraftakt, aber wohl notwendig, will man als IT-Dienstleister relevant bleiben.

War 2025 ein gutes Jahr für IT-Dienstleister oder kippte die Stimmung dramatisch und überraschend ins Negative, wie CRN Anfang September über eine Studie berichtete, die so gar nicht zur Lage der Synaxon-Partner passen wollte? Es gab lebhafte Diskussionen. In jedem Jahresausblick, der im neuen Synaxon-Preisspiegel für die kommenden 12 Monate steht, gibt es Pessimisten unter den befragten Systemhausgeschäftsführern, die mit einem Umsatzrückgang rechnen, sich nicht trauen, die Preise anzuheben und vieles schwarz sehen. Die Frage wird sein, ob Friedrich Pollert in seinem Ausblick "Preisentwicklung im IT-Service und der neue Service-Preisspiegel" so viele Statements von Optimisten sammeln konnte, dass man grosso modo von einem fantastischen Jahr für IT-Dienstleister wird sprechen können. Mit rund 900 Teilnehmern, die jedes Jahr bei der Umfrage von Synaxon mitmachen, sind die Ergebnisse des Synaxon-Preisspiegels 2026 repräsentativ für die mittelständische IT-Service-Branche (nicht aber für die Systemhaus-Riesen wie Bechtle, Cancom, Computercenter oder T-Systems).

Und schließlich wird Mark Schröder den Teilnehmern so manchen Aspekt ins Gewissen rufen, der jenseits der Technologie eine für ihn und seine Synaxon große Rolle spielt: "2026: Mehr als Technologie – die neue Verantwortung der IT-Dienstleister", so der Kurzvortrag des Synaxon-CEOs. Es wird darin um gesellschaftliche Verantwortung gehen, ein Appell, dass Unternehmer sich zum Grundkonsens unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekennen sollten.

Geschäftsführer, deren öffentliche Äußerungen klar darauf hindeuten, mit rechtsextremistischen Kräften des politischen Spektrums zu sympathisieren, werden Schröders Worte ohnehin nicht zu hören bekommen. Man hat sie entfernt und aus der Kooperation ausgeschlossen. Eine wie auch immer unter dem Vorwand der "Entlarvung" kaschierte Aufhebung der Brandmauer gegen rechtsextreme Politiker, wie zuletzt vom Verband "Der Familienunternehmer" angekündigt und nach massiven Protesten wieder zurückgezogen, wird es mit IT-Unternehmern nicht geben, die bei Synaxon Mitglied sind. Viele repräsentieren als IT-Familienbetriebe diesen deutschen Mittelstand.

CRN-Newsletter beziehen und Archiv nutzen - kostenlos: Jetzt bei der CRN Community anmelden

.