RMM-Neuling Octoja gewinnt CK7 als zweiten Distributor
Der dieses Jahr von Fokus-MSP-Chef Stefan Steuer gestartete RMM-Anbieter Octoja erweitert seinen Vertrieb über einen zweiten Distributor. Ab sofort bringt auch CK7 die Plattform samt Unterstützungsleistungen zu den MSPs und Systemhäusern im DACH-Gebiet und lockt sie mit einem Test- und Wechselangebot.
Weniger als ein halbes Jahr nach seinem brisanten Start baut der neue RMM-Anbieter Octoja jetzt sein Vertriebsnetzwerk strategisch aus. Zusätzlich zur ebenfalls von ihm geführten Fokus MSP holt Octoja-Geschäftsführer Stefan Steuer nun CK7 an Bord. Der auf IT-Management und Monitoring spezialisierte Distributor soll dem jungen Hersteller dabei helfen, weitere Managed Service Provider und IT-Systemhäuser im DACH-Gebiet zu erreichen und so die Partner- und Kundenbasis und damit den eigenen Fußabdruck im Markt auszubauen. Eine wichtige Rolle soll dabei der Zugang zu den Dienstleistern in der Nordanex und Synaxon spielen. "CK7 kennt die Systemhaus Welt seit fast zwei Jahrzehnten und weiß, was Monitoring im Alltag eines IT-Dienstleisters bedeutet", lobt Steuer.
Octoja setzt mit diesem Schritt weiter auf Verdrängung im heiß umkämpften RMM-Markt. In diesem Sinne wird den Partnern über CK7 auch direkt angeboten, die neue RMM-Plattform in einer Testumgebung zu evaluieren. Sollten sie sich daraufhin zu einem Wechsel von ihrem bisherigen Anbieter zu Octoja entscheiden, können sie dafür eine Migrationsberatung in Anspruch nehmen.
Außerdem übernimmt die ebenfalls in Berlin sitzende CK7 neben der Einführung und Lizenzierung im Rahmen der Partnerschaft Unterstützungsleistungen wie Beratung und Schulungen, während der technische Support gemeinsam mit Octoja erbracht wird. "Wir unterstützen unsere Octoja-Partner dabei, die Lösung einzurichten und Routineaufgaben zu automatisieren", erläutert Philipp Ernicke, der bei der CK7 technischer Verantwortlicher für Octoja ist. "Auch nach der Einführung stehen wir ihnen bei technischen Fragen zur Seite – damit sie ihre Kundenumgebungen effizient betreuen können."
Checks und Integrationen im Wochenrhythmus
Octoja bündelt nach eigenen Angaben Monitoring, Automatisierung, Patch-Management und Fernwartung in einer mandantenfähigen Plattform. IT-Dienstleister können damit Endgeräte, Server und Netzwerkkomponenten verschiedener Kunden zentral überwachen und verwalten. Für die Technikteams von Managed Service Providern und IT-Systemhäusern zähle es, dass sich eine RMM-Plattform sinnvoll in ihre täglichen Abläufe einfüge, unterstreicht Ernicke.
"Ein RMM ist nur so gut wie seine Checks und Integrationen", stimmt dem auch Octoja-CTO Tom Kempin zu und betont: "Wir haben unsere Bibliothek gezielt um die Produkte aufgebaut, die in deutschen und österreichischen Systemhäusern wirklich im Einsatz sind. Weil wir cloud-nativ entwickelt haben, liefern wir neue Checks und Features im Wochenrhythmus aus." Zur Plattform gehört eine Bibliothek mit vorkonfigurierten Monitoring-Checks. Octoja nennt hier unter anderem Integrationen für Produkte von Bitdefender, Eset, Sophos, Acronis, Veeam, Synology und Securepoint. Zudem sieht der RMM-Anbieter auch in der Gegenrichtung einen wichtigen Vorteil der neuen Distributionspartnerschaft, wie Kempin weiter ausführt. Indem sie dem jungen Hersteller "den direkten Draht zu den Technikern, die täglich mit der Plattform arbeiten" gebe, liefere sie wertvolles Feedback, das direkt in die Weiterentwicklung einfließen soll.
Verdrängungsstrategie: Mit Souveränität gegen die US-Platzhirsche?
Hinsichtlich der Frage, wem Octoja die für das eigene Wachstum notwendigen Partner und Kunden abjagen will, betont Steuer neben der Technik unterdessen vor allem einen anderen Aspekt seiner Lösung und setzt auf die Souveränitäts-Karte. Die eigene Lösung werde vollständig in Deutschland entwickelt und ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben, versichert der Hersteller. "Europäische MSPs mussten sich jahrelang zwischen US-Cloud-Plattformen entscheiden. Genau diese Lücke schließen wir mit Octoja", so Steuer. Wohl nicht ganz zufällig versucht er damit den Blick auf die großen US-Anbieter zu lenken und unterschlägt dabei geflissentlich, dass die eigentliche Konkurrenz im hiesigen Markt nicht zuletzt ebenfalls aus Deutschland kommt.
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