RMM-Anbieter Riverbird holt mit Tarox weitere Vertriebsverstärkung
Nach Aconitas und Api verstärkt Tarox als dritter Distributor von Riverbird den Channelvertrieb des Ulmer Softwareherstellers. Dessen IT-Management-Lösung Imperia im neuen SaaS-Betrieb kommt auf der Itsa in Nürnberg gut an. Die Flexibilität des On-Prem-Einsatzes schätzen vor allem KRITIS-Kunden.
Für den Umstand, dass Riverbird-Geschäftsführer Thomas Hoffmann seit diesem Frühjahr eine veritable Tintenfisch-Phobie entwickelte, sobald er Kraken nur sieht, dafür kann Tarox nichts. Der Distributor lässt die Tentakeln seines Maskottchens "Hubster" auf der Messe Itsa werbewirksam in Kampf gegen Cybercrime ausstrecken, stellvertretend für die Security-Hersteller, die er im Portfolio führt. Hubster ist nicht schuld an der Allergie Hoffmanns, sondern ein mit Riverbird konkurrierender RMM-Anbieter, den Ex-Riverbird-Angestellte aus der Taufe hoben und der sich nach der Gattung Sepia officinalis nennt (CRN berichtete über die "Causa Tintenfisch"). Hoffmann schluckt die Kröte, respektive ihn lässt das Hubster-Maskottchen kalt. Dafür ist Tarox nämlich ein für ihn langjähriger, ausgezeichneter Distributor.
Unter anderem mit Schwerpunkt auf Cybersicherheit sowie Cloud-Services diverser Hersteller. Riverbird mit seiner brandneuen SaaS-Architektur passt als Anbieter von Remote-Monitoring-Management gut ins Portfolio von Tarox. Hoffmann und die Tarox-Gründer Matthias Steinkamp und Bernd Tillmann kennen sich viele Jahre.
Rouven Scobel kann Hoffmann erst seit kurzem kennen. Der junge Mann hat bei Tarox sehr früh schon eine beachtliche Karriere hingelegt: 2022 kam er noch während seines Dualstudiums als Security-Sales zum Distributor aus Lünen, seit Mai dieses Jahres leitet der das Vertriebsteam für Security und nun auch Riverbird.
Der Markt für IT-Management erlebt eine Blüte, technologisch (mehr und mehr Automation dank KI) und vertrieblich (Sättigung noch lange nicht erreicht).
Tarox werde laut Hofmann den Partnern mit alle Enablement-Maßnahmen unterstützen: Demos, Workshops, Webinare, technischer Support. Auf der Itsa folgte der offizielle Startschuss der Zusammenarbeit. Nach Aconitas und Api ist Tarox der dritte Riverbird-Distributor. Offenbar haben die Ulmer auch aus den schlechten Erfahrungen der letzten 10 Monate gelernt, als sie sich zu sehr auf einen Distributor, Fokus MSP, verlassen hatten.
Riverbird Imperia für Industriekunden mit besonders hohem Datenschutzanspruch
Hoffmann und sein Geschäftsführer-Kollege Alexander Eiermann hatten am doppelt so großen Riverbird-Stand auf der Itsa in Halle 7 als im Vorjahr, am Mittwoch rund um die Uhr zu tun. "Wir führten durchgehend Gespräche. Unsere neue SaaS-Plattform Imperia kommt sehr gut an, unsere Entscheidung, die Software auch on prem nutzen zu können, war richtig und wichtig". Vor kurzem habe ein Versorgungsbetrieb entschieden, Riverbird als IT-Management-Plattform anzuschaffen, um die Software auf eigner Infrastruktur zu betreiben und sie nicht extra für ISO 27001 zertifizieren lassen zu müssen, sagt Hofmann. KRITIS-Kunden schätzen Software um so mehr, wenn sie sie selbst betreiben können.
Dem Riverbird-Personal am Stand der Itsa kommt es somit durchaus gelegen, dass auch Endanwenderkunden auf Riverbird aufmerksam werden, obwohl man "100 Prozent auf den Channel" setze, so Hoffmann. Man sehe das als Vertrauensbeweis in die Leistungsfähigkeit und Flexibilität seiner Software an, wenn Riverbird Imperia von "ausgewählten Industriekunden" eingesetzt werde, sagt Hoffmann. Ausgewählt heißt: "Der Kunde setzt Riverbird in seiner internen IT-Abteilung ein und hat keinen MSP dazwischengeschaltet".
Das Letzte, was Hoffmann jetzt noch gebrauchen könnte, wäre, den Direktvertrieb an Partnern und Distributoren vorbei zu verstärken und Channelkonflikte vom Zaun zu brechen.
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