Neuer Gesamtvertriebsleiter bei Aagon will Fokus auf Partnergeschäft legen

Der Direkt- und Channel-Vertrieb bei UEM-Anbieter Aagon aus Soest steht künftig unter der Leitung von Sven Häckel. Der kennt den Softwareanbieter in- und auswendig und könnte der richtige Mann sein, um die beiden Vertriebskanäle an einem Strang ziehen zu lassen. Der UEM-Markt wächst in den nächsten Jahren um rund 20 Prozent jährlich.

Sven Häckel ist einer der längsten bei Aagon arbeitenden Manager. "Stallgeruch, kombiniert mit seiner Vertriebs- und Markterfahrung sowie seiner innovativen und strategischen Weitsicht", so CEO Jürgen Vogler, hätten ihn zur "Wunschlösung" für den Posten des Gesamtvertriebsleiters gemacht. (Foto: Aagon)

Aagon-Chef Jürgen Vogler hat sich bei der Besetzung des Postens eines Gesamtvertriebsleiters etwas Zeit gelassen. Der vormalige Head of Sales, Thomas Reisinger, ist bereits vergangenes Jahr beim Soester Softwareanbieter für das IT-Management ausgeschieden – offiziell zumindest endete dessen Engagement nach 4 Jahren bei Aagon vergangenen September. Als einen Monat später Vogler den CEO-Posten antrat, war der Gesamtvertriebsleiter bereits weg und auch Channel-Chef Sascha Kaiser war zu diesem Zeitpunkt bereits in Richtung Docuware abgewandert. Vogler übernahm dessen Rolle als Heads of Channel-Sales vorübergehend und besetzte sie im Frühjahr darauf mit Philipp Naujoks. Eine Baustelle geschlossen, die nämlich des für Vogler wichtigen Kanals Channel-Vertrieb, auf den der Manager den Fokus richtete.

Diese Priorität lag auch deswegen auf der Hand, weil auf der andere Baustelle, Direktvertrieb, ordentlich gearbeitet und das Feld von erfahrenen, langjährigen Vertriebsmanagern bestellt wurde: allen voran von Aagos-Urgestein Sven Häckel (mittlerweile 26 Jahre dabei) und Tigran Schatrian (seit 2018 bei Aagos).

Beide wurden nun befördert: Schatrian ist jetzt für das Direktgeschäft in DACH zuständig, Häckel ist neuer Gesamtvertriebsleiter, der beide Vertriebskanäle verantwortet. Sowohl Schatrian als auch Naujoks berichten an ihn. Häckel wiederum berichtet direkt an CEO Vogler. Der Aagon-Vertrieb ist somit klar aufgestellt. Häckel kann auf das "Zusammenspiel von Direct Sales und Channel" seinen "besonderen Fokus" legen, wie er beteuert.

In diesem "Zusammenspiel", das per se Vertriebskonflikte in sich bergen kann, will Häckel einen Schwerpunkt setzen, nämlich den Ausbau des Partnergeschäfts weiter vorantreiben, ohne freilich den Direktvertrieb zu vernachlässigen – die mit rund 80 Prozent Umsatzanteil Haupterlösquelle des Anbieters für Unified Endpoint Management.

UEM-Markt wächst um 20 Prozent jählich

"Aagon sieht der neue Head of Sales "in einer spannenden Entwicklungsphase". Der Markt für Endpoint-Management ist groß, weil die meisten Unternehmen erst damit beginnen, ihre Clients mit modernen Softwarelösungen zu verwalten. Den globale Markt für UEM-Lösungen taxieren Marktanalysten auf ein Volumen von über 8 Mrd. US-Dollar in diesem Jahr, das jährliche Wachstum bis über das Jahr 2030 soll 20 Prozent betragen.

Aagon will stärker international wachsen – auch über Partner. "Durch meine umfangreiche Erfahrung im Unternehmen kann ich direkt an bestehende Strukturen anknüpfen und gleichzeitig neue Impulse setzen", sagt Sven Häckel. "Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir für unsere erfolgreiche UEM-Lösung ACMP neue Marktpotenziale erschließen, unser Channel-Geschäft nachhaltig ausbauen und unseren Kunden zusätzlichen Mehrwert bieten."

Schlüsselrolle Consulting

Häckels Aufgaben: Stärkere Branchenfokussierung, engere Zusammenarbeit von Vertrieb, Consulting und Sales Support. Für Kunden und Partner soll die Umsetzung von Unified Endpoint Management und IT-Sicherheitsprojekte "noch einfacher und erfolgreicher" werden.

Consulting kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Es geht dabei vor allem um Wissenstransfer und Schulungen und diese stärker in die Kunden- und Partnerbetreuung einzubinden. Häckel und seine Teams setzen auf Werte wie "Verlässlichkeit, persönliche Zusammenarbeit, Partnerschaft auf Augenhöhe und Lösungen mit echtem Praxisbezug". Aagon will als "verlässliches Unternehmen für die IT-Verantwortlichen und den Channel in der DACH-Region" auftreten. Schlüsselbegriffe wie "Software made in Germany" und "digitale Souveränität" prägen den neuen Markenauftritt des Softwareherstellers.

"Sven Häckel war für uns die Wunschlösung für diese Schlüsselposition", erklärt Aagon-Chef Vogler. "Die interne Besetzung bringt uns Geschwindigkeit bei der Umsetzung unserer Wachstums- und Channel-Strategie. Sven kennt unsere Kunden, unsere Partner und unsere Organisation seit vielen Jahren. Dieser Stallgeruch, kombiniert mit seiner Vertriebs- und Markterfahrung sowie seiner innovativen und strategischen Weitsicht, ermöglicht es ihm, Veränderungen schnell voranzutreiben und gleichzeitig die Werte zu bewahren, die Aagon ausmachen", so Vogler zum Amtsantritt von Häckel. Der 51-Jährige ist verheiratet, Vater von zwei Kindern und lebt im Kreis Soest.

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