Ingram Micro Solution Summit: Im besten Fall ein Disruptionsknall

Künstliche Intelligenz, Cloud und Cybersecurity: Das sind die drei Wachstumssäulen der IT-Branche, die auf dem kommenden Solution Summit von Ingram Micro im München zur Sprache kommen. Der Distributor gemeinsam mit Herstellen skizieren Wege künftiger Zusammenarbeit. Welche Initialzündung Alexander Maier auslösen könnte.

Ein Bild, das Menschliches Gesicht, Person, Kleidung, Lächeln enthält. KI-generierte Inhalte können fehlerhaft sein.

Was der Ingram Micro DACH-Chef Alexander Maier mit Digital Fabric meint: "Wir schaffen wir für unsere Partner die Grundlage, hochskalierbare und sichere Geschäftsmodelle für ihre Kunden zu realisieren und wirken als Wachstumsmotor". (Foto: Ingram Micro)

Eines vorweg: Jedes der drei Schlüsselthemen auf dem kommenden Solution Summit von Ingram Micro in München - Künstliche Intelligenz, Cloud Computing und Cybersecurity - würde eine eigene mehrtägige Konferenz rechtfertigen, auf der die gerade stattfindenden Durchbrüche der Technologien breit und tief diskutiert würden. Wo die Folgen für interne Organisation, Sales und Marketing bei Lösungsanbietern und Lösungspartnern zur Sprache kämen. Man kann in dieser disruptiven Zeit in der IT-Branche nur streifen, wo in allen Bereichen eines IT-Dienstleisters Chancen und Risiken gleichermaßen liegen. Und auch wenn es solche Events von Denkfabriken für IT-Unternehmer gäbe, würden die Geschäftsführer von kleinere IT-Hauses mit vielen unbeantworteten Fragen zurück an ihren Arbeitsplatz kommen und sich ins ohnehin aufreibende Tagesgeschäft stürzen müssen. Der Technologiemarkt verändere sich "rasant, insbesondere durch den Aufstieg von KI, die Professionalisierung von Cyberbedrohungen und die zunehmende Komplexität von Cloud-Architekturen", so Alexander Maier.

Er ist Senior Vice President & Chief Country Executive DACH bei Ingram Micro. Wenn man so will, besteht seine Aufgabe darin, die besten Leute in seinem Unternehmen zu beschäftigen, die mit den besten Lösungen der Hersteller-Partner von Ingram Micro vertraut sind und die besten Programme – eigene und der der Vertriebspartner – exekutieren, damit die gemeinsamen Kunden von den vielen Chancen im Markt profitieren. "Mit dem Solution Summit bieten wir ein Forum, das Orientierung schafft und zeigen, wie wir diesen Ansatz gemeinsam mit unseren Herstellerpartnern in konkrete Lösungen übersetzen", sagt Maier.

Das Ziel, kompliziert ausgedrückt in Anlehnung an die komplizierte Technologie: "Der Technologiemarkt verändert sich rasant, insbesondere durch den Aufstieg von KI, die Professionalisierung von Cyberbedrohungen und die zunehmende Komplexität von Cloud-Architekturen. Indem wir diese Innovationstreiber zu einem integrierten, vertrauenswürdigen Digital Fabric vereinen, schaffen wir für unsere Partner die Grundlage, hochskalierbare und sichere Geschäftsmodelle für ihre Kunden zu realisieren und wirken als Wachstumsmotor in einem Markt, der in den kommenden Jahren entscheidend von dieser konvergenten Technologiearchitektur bestimmt sein wird", wird Maier zitiert. Wüssten wir es nicht besser, wir könnten beim Lesen dieses an ein Politikerstatement erinnerndes Zitat vermuten, Maier bewerbe sich bei Kanzler Merz um die Nachfolge von Bundesdigitalminister und Staatsmodernisierer Carsten Wildberger.

Das wird er ganz sicher nicht. Weil Alexander Maier kommenden Juli ein kleines Dienstjubiläum feiern wird: 28 Jahre beim Ingram Micro-Konzern. Maier hat so einige Revolutionen im Channel begleitet und Erschütterungen der Weltwirtschaft erlebt: PC-Boom, die New Economy (Internet), Siegeszug des Mobility-Trends mit Smartphones und Tablets, Finanzkrise, eine Pandemie und jetzt KI. Seine Aufgabe: Wandel im eigenen Unternehmen voranzutreiben und Veränderungsprozesse bei seinen Kunden, den Partnern, anzustoßen, die bei Ingram Micro Produkte kaufe oder ihre Beschäftigten schulen und zertifizieren lassen. Was aus solchen Initiativen und Netzwerk-Events wie Summits werden kann, die Ingram Micro veranstaltet?

Geburt eines Microsoft Azure-Spezialisten

CRN kann aus eigener Erfahrung berichten: Spätherbst 2018 im Kitzbühel hat Ingram Micro einen solchen Summit für Partner veranstaltet. Damals trat Microsofts Partner-Chef Gregor Bieler auf und ließ keinen Zweifel daran, dass Cloud-Computing und Azure volle Fahrt aufgenommen haben und Partner auf diesen Zug in die Zukunft ausspringen sollten. Manuel Staiger, Inhaber und GF des Systemhauses IT Sure, war dabei, und wenig später sprang er tatsächlich auf den Cloud-Zug und zwar mit einer in der Branche eher beispiellosen Konsequenz: Er stellte das Projektgeschäft (vor allem mit Infrastruktur von Dell) konsequent ein, verbot seinem Vertrieb sogar, Hardware zu verkaufen. Staiger transformierte sein Systemhaus zu einem Cloud-Spezialisten auf Basis von Microsoft Azure. Ein steiniger, aber letztlich erfolgreicher Weg. Die Initialzündung erfolgte abends – beim gemütlichen Teil des Summits von Ingram Micro, als Staiger, Maier und Bieler noch lange nach Zapfenstreich diskutierten.

Nicht ausgeschlossen, dass auf dem Solution Summit von Ingram Micro in diesem Jahr am 19. März in München eine ähnliche Sinneswandlung eines oder mehrerer Partner passiert. Wenn ja, wird CRN berichten. Wir sind jedenfalls vor Ort.

Ingram Micro verspricht Keynotes mit visionären Ausblicken, praxisnahe Breakout-Sessions mit wertvollen Einblicken in konkrete Use Cases sowie ein hochkarätig besetztes Expertenpanel Speaker von Microsoft, AMD und IBM sind dabei, präsentieren werden Adobe, AWS, Cisco, Dell Technologies, Eaton, HPE, Keeper Security, Keepit, Lenovo, Object First und Veeam.

Da die Teilnehmerzahl begrenz ist, bittet Ingram Micro um rechtzeitige Anmeldung zum Summit 2026.

CRN-Newsletter beziehen und Archiv nutzen - kostenlos: Jetzt bei der CRN Community anmelden