Exclusive Networks Deutschland sucht Country Manager
Nach der Trennung von DACH-Chef Marcus Adä führt Geschäftsführer Helge Scherff die deutsche Landesgesellschaft nur vorübergehend. Der Distributor optimiert seine Strukturen, will vor allem seine vielen Services für Partner standardisieren und im Channel bekannter machen.
Auf der Pressekonferenz am Dienstagvormittag bestätigte Exclusive Networks erwartungsgemäß die Trennung von DACH-Chef Marcus Adä, über die CRN zuvor berichtete. Wie bekannt wurde, ist auch Mike Cramer, der als Sales Direktor im Oktober 2021 nach 15 Jahren bei Ingram Micro zur deutschen Landesgessellschaft von Exclusive gewechselt war, nicht mehr an Bord. Wie der VAD auf Nachfrage von CRN erklärte, erfolgte die Demission der beiden Manager im Dezember.
Helge Scherff ist zwar Geschäftsführer der deutschen Landesgesellschaft. Er leitet die Geschäfte aber "kommissarisch", wie er erklärte. "Wir suchen für die Leitung eine Führungskraft, Geschäftsführer oder Country Manager". In den kommenden Wochen wollte man die Personalie bekanntgeben.
Globale Services standardisieren, regional flexibel ausrollen und besser vermarkten
Scherff brachte zur PK eine Handvoll Führungsverantwortliche mit, die zentrale Funktionen, teils für die Region DACH und "Central" (Osteuropa), teils global (wie Professional Services), leiten. Thomas Henk (Director Vendor Management Deutschland), Andy Hahner (Director Networking Unit DACH), André Dieball (Director Technical Customer Success DACH) und Rüdiger Lenz (Regional Services Director) erläuterten jeweils die Strategien und die Ziele, die sich der in sechs Regionen aufgestellte Security- und Netzwerk-VAD in den kommenden Monaten vorgenommen hat.
Tenor: Exclusive Networks habe "sehr, sehr viele Services für Partner, die allerdings weder intern noch extern ausreichend bekannt sind". Das soll sich ändern. Für das zweite Quartal kündigt der VAD an, paketierte und vermarktbare Services den Partnern bekannt zu machen und sie ins Bestellsystem zu integrieren. Dazu gehören SOC-Services mit 24 mal 7 Besetzung, globale Roll-Outs und Installationsservices beim Kunden vor Ort, Finanzierungsangebote, umfassende Security-Training, die Partner an ihrer Kunden vermarkten können.
Solche Services sollen möglichst für die gesamten Teams in allen Ländern standardisiert werden, die nötigen regionalen Anpassungen und Besonderheiten aber beibehalten werden. Der VAD will Lücken im Portfolio eines MSPs schließen, "und Partnern keine bei ihnen bereits vorhandene Managed Services nicht wegnehmen", erklärt André Dieball.
Was Exclusive Networks erkannt hat: Mängel in der Kommunikation. Durch die Akquisitionen in den vergangenen Jahren hat der VAD eine Vielzahl von Dienstleitungen für Partner dazugewonnen. Transparenz und eine Struktur für vorhandenen und neue Professional Services geht der VAD nun an. CRN wird in Kürze mehr dazu berichten.
Komponentenkrise
CRN wird auch noch ausführlicher berichten, wie sich die relativ neue Netzwerk-BU DACH unter Leitung von Andy Hahner schlägt. Soviel vorab: Channel-Urgestein Hahner zeigt sich von der hohen Nachfrage nach den in seinem Portfolio vertretenen Herstellern Extreme Networks und Arista Networks sehr begeistert. Was die Laune von Hahner und die der Partner eintrübt, um es noch vorsichtig zu nennen, ist die Komponentenkrise.
Steigende Preise sind das eine, die faktisch aufgehobene Preisgarantie bei Projektanfragen sorge für viel Unmut. Die Festlegung der Speicherpreise ist ähnlich wie in einem Spotmarkt, wie CRN-Redakteur Lars Bube schrieb.
Wie Hahner die Lage sieht, auch dazu in Kürze mehr bei crn.de.
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