WatchGuard legt bei Effizienz-Offensive für MSPs nach
Zum Herbst gibt WatchGuard den MSPs zahlreiche Neuheiten an die Hand, die ihre Arbeit vereinfachen und ihnen neue Services erschließen sollen. Die digitale Mitarbeiterin Rai übernimmt neue Rollen bei der Bewertung von Sicherheit und Compliance sowie der Erkennung bestehender Risiken in Kundenumgebungen.
Im Frühsommer hatte WatchGuard den Resellern auf seiner Partnerkonferenz Impact zahlreiche Neuheiten wie die für MSPs entwickelte digitale Spezialistin Rai, den Cloud-Schutz CloudDR sowie Weiterentwicklungen seiner Verwaltungs- und Sicherheitsplattform präsentiert und zugleich angekündigt, das Angebot noch in diesem Jahr signifikant weiter auszubauen. Dieses Versprechen löste der Security-Anbieter jetzt auf der jüngsten amerikanischen Impact mit einem ganzen Bündel an neuen Produkten, Features und Möglichkeiten ein, die laut Hersteller ab sofort verfügbar sind und den deutschen Partnern unter anderem auf der it-sa nähergebracht werden sollen.
Sie sollen vor allem die Unified Security Plattform als integrierte Steuerzentrale für die Absicherung der Netzwerke, KI, Identitäten und Endpunkte ihrer Kunden um neue Möglichkeiten erweitern und noch effizienter machen. Das soll es den MSPs erlauben, mit weniger Aufwand mehr Kunden besser versorgen zu können und sich auf der bestehenden Basis einfach neue Service-Angebote aufzubauen. "Während die Branche in eine Ära eintritt, die von KI, Automatisierung und wachsender Komplexität geprägt ist, bleibt unsere Strategie klar: Wir bringen Intelligenz, Transparenz und Schutz auf einer Plattform zusammen, mit der MSP effizienter arbeiten und ihre Kunden wirksamer schützen können", unterstreicht WatchGuard-CEO Joe Smolarski, der einen großen Fokus auf Europa legt.
Rai in neuen Rollen
Eine tragende Rolle übernimmt hierbei Rai, die MSPs als eine Art skalierbare digitale Mitarbeiterin zur Seite steht. Indem sie ihnen Arbeitsschritte abnimmt, soll sie die Prozesse beschleunigen und den Dienstleistern operativen Spielraum verschaffen, ihre Fachkräfte effizienter einzusetzen. Durch verschiedene Rollen agiert sie dabei als Spezialistin für die jeweiligen Gebiete. Im Frühjahr als "Analyst" gestartet, bekommt sie in diesem Bereich nun einige Upgrades hinsichtlich ihrer Handlungsfähigkeit bei der Analyse, Untersuchung und Priorisierung von Sicherheitsvorfällen verpasst und übernimmt jetzt zudem auch die Rollen "Auditor", in der sie den Partnern in ähnlicher Weise bei der fortlaufenden Bewertung von Sicherheitslage und Compliance und der Erstellung entsprechender Reports für die Kunden hilft.
Noch interessanter dürfte für die meisten Dienstleister jedoch eine weitere neue Rolle mit der Bezeichnung "Rai Customer Success" sein: In dieser Rolle soll Rai Risiken in Kundenumgebungen sichtbar machen und den MSPs damit wertvolle Ansatzpunkte für weitere Beratung, Schutzmaßnahmen und Services liefern, deren Mehrwerte sie einfach in zusätzliches Geschäft umwandeln können. Zudem hört Rai laut Watchguard über "Hey Rai" nun auch auf Sprachbefehle. Das soll die Kommunikation der menschlichen Akteure mit der digitalen Kollegin natürlicher und schneller machen.
Last, but not least will WatchGuard die Security-Analysen von Rai über das eigene Ökosystem hinaus öffnen. Über eine MCP-Integration können Partner die Sicherheitsanalytik und Funktionen in externe KI-Plattformen einbinden und sie dort für ihre Services nutzen.
Neue Firebox und zusätzliche Netzwerkfunktionen
Während einige Akteure die Firewall angesichts der Verschiebungen des Perimeters und der neuen KI-Gefahren als Auslaufmodell betrachten, arbeitet WatchGuard lieber daran, sie zu einer intelligenten Sicherheitsebene auszubauen, die Netzwerkschutz, Transparenz, Risikobewertung und plattformweite Abwehr miteinander verbindet. Hardwareseitig ist das neuste Ergebnis dieser Entwicklung die Firebox T175, die nach Angaben des Herstellers vollständige Scan-Leistung mit 10-Gigabit-Anbindung und Multigigabit-Networking kombiniert und mit ihrem Preispunkt besonders für wachsende Unternehmen interessant sein soll.
WatchGuard-Dashboard bringt Licht in die Schatten-KI
Ergänzend führt der Hersteller die Prime Security Suite als zusätzliches Angebot im mittleren Preissegment ein. Sie soll den Partnern mehr Möglichkeiten geben, den Schutz auf die individuellen Anforderungen ihrer Kunden abzustimmen. Mit dem neuen WatchGuard Network Management sollen MSPs Netzwerke proaktiv überwachen und die dabei gewonnenen Erkenntnisse detaillierter auswerten können. Hinzu kommen eine Risikobewertung für Anwendungen sowie Schwachstellen-Scans als Bestandteil des MDR-Angebots zur fortlaufenden Überwachung, Erkennung und Bearbeitung von Bedrohungen als Dienstleistung.
All das soll es MSPs nicht nur ermöglichen, den Schutz ihrer Kunden zu verstärken, indem Risiken schneller und effizienter erkannt, analysiert und bearbeitet werden können, sondern ihnen auch dabei helfen, ihr Angebot an Managed Security Services ohne zusätzlichen Personalbedarf auszubauen und es über die zentrale Bearbeitung auf einer einheitlichen Plattform zu verdichten.
Dashboard holt Schatten-KI ans Licht
In diesem Sinne geht WatchGuard mit einer weiteren Neuerung nun auch gezielt das Problem der ausufernden Schatten-KI in den Unternehmen an. Ein neues Netzwerk-Dashboard zeigt den Dienstleistern dazu eine Übersicht entsprechender Verwendungen nicht offiziell freigegebener KI-Dienste und -Tools bei den Kunden über die gesamte Unified Security Platform hinweg an. Indem es Informationen aus OAuth-Freigaben, E-Mail-Metadaten, FireCloud-Telemetriedaten und der Firebox-Netzwerkerkennung in einem Anwendungsinventar zusammenführt, zeigt es den Partnern übersichtlich an, welche KI-Anwendungen über die Netzwerke ihrer Kunden genutzt werden. Kunden mit der Prime Security Suite (PSS) oder Total Security Suite (TSS) können das Dashboard ohne zusätzliche Lizenzkosten nutzen.
MSPs können darüber laut WatchGuard Nutzer, Berechtigungen und Risikostufen identifizieren sowie Zugriffe erteilen oder entziehen. CloudDR soll darüber hinaus riskante Fehlkonfigurationen, verdächtige Anmeldungen und identitätsbasierte Bedrohungen erkennen. Partner können diese gebündelte Sicht der Schatten-KI nutzen, um zusätzliche Governance- und Beratungsangebote aufzusetzen, die auch Grundlagen wie die Erstellung klarer Regeln für den Einsatz von KI-Anwendungen und die Sicherstellung der Datenqualität und -Verfügbarkeit umfassen.
Access App verbindet AuthPoint und FireCloud
Mit der WatchGuard Access App führt der Anbieter AuthPoint und FireCloud in einem Client zusammen und schafft damit eine direkte Verbindung zwischen den cloudbasierten Netzwerk- und Sicherheitsfunktionen von Identitätsschutz und Secure Access Service Edge (SASE). Anwender sollen nach der Anmeldung durchgängig und "geräuschlos" auf freigegebene Anwendungen und private Ressourcen zugreifen können. WatchGuard verbindet damit Identitätsschutz und Secure Access Service Edge (SASE), also cloudbasierte Netzwerk- und Sicherheitsfunktionen. Auf Seiten der Dienstleister vereinfacht das die Bereitstellung und Verwaltung über die WatchGuard Cloud.
"Rai kann auf die Erkenntnisse der gesamten Plattform zugreifen, Sicherheitsteams erhalten tiefere Einblicke in Netzwerke, Anwendungen und Schwachstellen, und Anwender bekommen einen einfacheren, nahtlosen Zugang", fasst Chief Product Officer Vincent Hwang die wichtigsten Impulse der Produktoffensive zusammen. "Das Ergebnis sind besserer Schutz, weniger Betriebsaufwand und bessere Ergebnisse für unsere Partner und Kunden."
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