Watchguard-EDR auf "Enterprise-Niveau" mit "revolutionärer" Preisstruktur

Schluss mit kostenpflichtigen Zusatzmodulen: Security-Anbieter Watchguard bricht mit traditionellen Lizenzmodellen bei seinem neuen EDR-Angebot und will sich so vom Wettbewerb abheben – auch in technologischer Hinsicht. Dem Channel spricht Watchguard Mut zu.

Mehr Managed Security Services, KI-gestützt, transparent und einfach bei der Abrechnung: Nun ist sie da die neue EDR-Lösung die Watchguard, seinen Partnern wie hier in Köln vergangenen November ankündigte (Foto:CRN)

"Seien Sie nicht schüchtern, trauen Sie sich", hatte Watchguard-Manager Chef Frédéric Saint-Joigny im November in Köln Partnern auf der Roadshow zugerufen. Damit meinte der EMEA-Chef, dass die Angesprochenen neben KMU auch Großkunden angehen könnten. Denn Watchguard-Lösungen seien nicht auf das KMU-Segment beschränkt. Und Saint-Joigny kündigte EDR an und sprach von "Enterprise-Niveau". Nun ist Endpoint Detection and Response (EDR) von Watchguard da und damit Security "auf Enterprise-Niveau". Für KMU, wie die meisten Watchguard-Partner ihren Zielmarkt definieren, aber eben auch für wesentlich größere Kunden: gehobener Mittelstand und darüber hinaus.

"Unsere Teams helfen dabei – technologisch, vertrieblich und mit Marketing - auch solche Kunden zu gewinnen", so Saint-Joigny im Herbst vergangenes Jahr. Ein Satz, der nach wie vor gilt.

Nun kündigt Watchguard nicht einfach nur den Vollzug der Verfügbarkeit seiner neuen EDR-Lösung an. Man hat bei Security-Hersteller auch die kommerzielle Seite beleuchtet, hat sich Modelle des Wettwebers angeschaut und festgestellt: die meisten Lizenzmodelle sind so wie sie Partner schon immer kennen: Zusatzfunktionen kosten zusätzliches Geld. Neben mehr Geld stiegt mit dieser Vielzahl von Zusätzen auch die Komplexität und der operative Aufwand.

"Genau hier bringen wir jetzt frischen Wind ins Spiel."

Watchguard-EMEA-Chef Frédéric Saint-Joigny sieht die Security-Lösungen seines Unternehmens auch hervorragend bei Großkunden platziert. Der KMU-lastige Channel solle sich ruhig an diese Klientel heranwagen, so seine Botschaft (Foto:CRN)

"Vor etwa einem Jahrzehnt rückten EDR-Lösungen, die mehr Transparenz versprachen und mit neuen, KI-gestützten Erkennungstechniken aufwarteten, erstmals auf die Bildfläche. Viele Anbieter haben ihre Produkte seither kaum weiterentwickelt, verlangen aber weiterhin hohe Preise", merkt Adam Winston, VP Endpoint Security und MDR bei Watchguard an. Dann blickt er auf die "Security-Speisekarte" und zählt die Extra-Gebühren der Wettbewerber auf für: "überdimensionierten, unflexiblen Cloud-Speicher oder Standard-Funktionen wie Schwachstellenscans, URL-Filterung, USB-Kontrolle oder Host-Firewalls, die wenig Mehrwert bieten". Schluss damit, kündigt Winston an: "Genau hier bringen wir jetzt frischen Wind ins Spiel."

Nämlich mit einem neuen, mehrstufige Angebot: Watchguard-EDR "auf Enterprise-Niveau". Ein Modell, dass laut Hersteller erweiterte Bedrohungserkennung mit automatisierten Reaktionsmechanismen kombiniere und sich flexibel erweitern lasse.

Für MSPs

Die Plattform von richtet sich an Managed Service Provider (MSP) und IT-Teams, die steigende Sicherheitsanforderungen mit begrenzten Ressourcen bewältigen müssen. Ein einheitlicher Agent und eine zentrale Management-Konsole vereinfachen laut Watchguard die Implementierung, reduzieren den Verwaltungsaufwand und machen erweiterte Sicherheitsfunktionen für Unternehmen jeder Größe zugänglich. Dank "flexibler, nutzungsbasierter Lizenzmodelle und umfassender Automatisierung haben MSP jederzeit die Wahl, entweder selbst einen wettbewerbsfähigen Managed Service anzubieten oder ihr Angebot durch die 24/7-Erkennung und -Reaktion von WatchGuard Core MDR zu erweitern"

Folgende Funktionen stellt Watchguard in den Mittelpunkt:

Weniger Ressourcen, stärkerer Schutz

KI-gestützte Technologie soll den Experten kompensieren, den man auf dem Arbeitsmarkt so leicht nicht findet. So die Idee, mit der alle Technologiehersteller Produktentwicklungen vorantreiben. Auch Andrew Young, Chief Product Officer bei Watchguard. "Die Wirksamkeit von Endpoint-Sicherheit sollte nicht von der Größe eines Teams oder Budgets abhängen", so seine Prämisse. "MSP und IT-Teams stehen vor der Herausforderung, mit weniger Ressourcen einen stärkeren Schutz zu gewährleisten. Unser neues Endpoint-Security-Portfolio hilft dabei, Maßnahmen gezielt auszubauen, ohne zusätzliche Komplexität zu schaffen", sagt Young.

Handlungsdruck wegen verschärfte Bedrohungslage

Security-Experten sind sich einig: Ohne KI kann man das Niveau von Cybersicherheit nicht hoch halten. Denn auch die Gegenseite nützt für ihre Angriffe auf Unternehmen längst künstliche Intelligenz. Das zeigen Berichte des Threat Labs von Watchguard: Neue Endpoint-Malware-Varianten sind zuletzt um mehr als 1.500 Prozent gestiegen – "ein deutliches Signal für den Bedarf an automatisierten, datengetriebenen Schutzmechanismen", so die Experten der Threat Labs.

Watchguard zufolge seien "fortschrittliche Lösungen nach wie vor zu teuer oder zu komplex, um sie in großem Maßstab zu betreiben". Hier positioniert sich der Hersteller mit seiner neuen EDR-Lösung vor allem für MSPs sehr selbstbewusst: man schlage die Brücke, indem Prävention, Erkennung und Reaktion in einer zentralen Plattform vereint werde, die sich einfach verwalten lasse.

"Mittelständische Unternehmen sind heute mit Bedrohungen konfrontiert, die bislang vor allem große Organisationen betrafen – verfügen jedoch oft nicht über vergleichbare Ressourcen", sagt Jay McBain, Chief Analyst bei Omdia. "Plattformen, die Prävention, Erkennung und Reaktion zusammenführen und gleichzeitig die Verwaltung vereinfachen, sind entscheidend, um diese Lücke zu schließen", so der Branchenanalyst. Ein Ritterschlag für Watchguard und seine neue EDR-Lösung.

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