Warum Vodafone-Tochter Skaylink auf Claude von Anthropic über Amazon Bedrock setzt
Übergang vom Pilotprojekt in einen sicheren Betrieb von KI-Modellen und Kostenkontrolle: Das sind nur zwei von vielen strategischen Überlegungen, weshalb IT-Dienstleister Skaylink auf das "Betriebssystem" Amazon Bedrock setzt und nun autorisierter Reseller ist.
IT-Dienstleister Skaylink, vergangenes Jahr vom Investor Waterland an Vodafone für 175 Mio. Euro verkauft, setzt beim Betrieb von Claude des KI-Anbieters Anthropic auf Amazon Bedrock über die AWS-Plattform. Damit bietet Skaylink in seiner BU "AI & Cloud" seinen Kunden einen strukturierten Zugang zu Claude Opus 4.7, Claude Sonnet 4.6 und Claude Haiku 4.5 - für Softwareentwicklung, agentenbasierte Workflows und komplexe Enterprise-Aufgaben. Als nun autorisierter Reseller von Claude in Amazon Bedrock, "powered by Anthropic", kann Skaylink Beratung, Integration und Betrieb "aus einer Hand" anbieten.
Drei Faktoren, weshalb die Skaylink Amazon Bedrock einsetzt
1. Die Nachfrage nach KI-Lösungen in Unternehmen wächst rasant. Claude wird laut Skaylink in einer zunehmenden Zahl von Unternehmen "für anspruchsvolle Aufgaben eingesetzt - sicher, skalierbar und wirtschaftlich sinnvoll".
2. Investitionssicherheit für Skaylink. Denn Amazon und Anthropic haben 25 Mrd. US-Dollar in die Technologiepartnerschaft investiert und bekräftigt, weitere 75 Mrd. Dollar in den Ausbau stecken zu wollen. Das unterstriche die langfristige Verfügbarkeit und Weiterentwicklung von Claude in Amazon Bedrock und mache die Plattform für AWS-Kunden noch attraktiver, so der IT-Dienstleister aus Garching bei München, der rund 500 Mitarbeitende beschäftigt. "Die vertiefte Zusammenarbeit zwischen Amazon und Anthropic gibt uns zusätzliche Sicherheit, dass wir auf eine zukunftsfähige Technologie setzen", sagt Frank Strecker, CEO bei Skaylink (siehe Artikel CRN zur Investition von Amazon in Anthropic).
3. Sicherheits- und Compliance-Anforderungen, unternehmensweite Governance-Strukturen sowie individuelle Architekturvorgaben würden "konsequent berücksichtigt ". Amazon Bedrock kann laut Anbieter Daten in den EU-Rechenzentren verarbeiten, zudem wurde für die European Sovereign Cloud von AWS das Rechenzentrum Brandenburg Anfang dieses Jahres eröffnet. Unternehmen und Organisationen aus regulierten Sektoren würden somit Vorgaben wie DSGVO erfüllen können.
"Als autorisierter Reseller verbinden wir fundiertes KI-Wissen mit umfassender AWS-Erfahrung und begleiten unsere Kunden vom ersten Konzept bis zum produktiven Einsatz", so Strecker. Noch einen Vorteil hat der neue Status: Skaylink kann Kunden direkten Zugang zu Claude sowie eine konsolidierte Abrechnung und Lizenzierung über ihren bestehenden AWS-Vertrag bieten.
Die Ausweitung der strategischen Partnerschaft mit AWS ist für Skaylink ein logischer Schritt, da viele der Kunden des IT-Dienstleisters ihre IT bereits auf der AWS-Infrastruktur betreiben. "Mit Claude in Amazon Bedrock können sie KI jetzt direkt in diese bestehende Infrastruktur einbinden – ohne zusätzliche Plattformen und ohne Kompromisse bei Sicherheit oder Compliance", sagt Heleen Herselman, Business Unit Lead AWS bei Skaylink.
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