Wiz-Übernahme: Google kündigt Multicloud-Sicherheitsplattform an

Nach dem Abschluss der 32 Milliarden US-Dollar teuren Übernahme des Security-Startups Wiz kündigt Google eine neue hocheffiziente Sicherheitsplattform für Multi-Cloud-Umgebungen mit KI an und verspricht, dass damit auch Kunden von AWS, Microsoft und Oracle unterstützt werden sollen.

(Foto: Wiz)

Mit der Eingliederung des Cybersecurity-Startups Wiz in Google Cloud hat Google diese Woche die bisher größte Übernahme seiner Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Googles langfristiges Ziel mit dieser spektakulären Übernahme ist es, gemeinsam mit Wiz eine neue, einheitliche Sicherheitsplattform zu schaffen, die es Organisationen ermöglicht, Bedrohungen mit Hilfe von KI schneller erkennen, verhindern und darauf reagieren zu können. In den Worten von CEO Thomas Kurian will Google Cloud mit dem Kauf von Wiz "Sicherheit zu einem Motor für Innovation machen, statt zu einem Hindernis." Damit dürfte es ein interessantes Angebot für die Reseller im gerade umgestalteten Partner Network werden.

"Mit dieser Übernahme werden wir eine einheitliche Sicherheitsplattform liefern, die die komplexe Aufgabe des Schutzes von Multi-Cloud-Umgebungen im KI-Zeitalter vereinfacht und eine starke Sicherheitsposition für mehr Unternehmen und Behörden zugänglich macht", kündigte Kurian an. Dazu soll die geplante einheitliche Plattform von Google Cloud und Wiz den Kunden helfen, der Entwicklung immer neuer Bedrohungen durch KI-Modelle einen Schritt voraus zu sein, Schutz vor Angriffen auf KI-Modelle bieten und sie mithilfe von KI-Sicherheitsteams bei der Bedrohungssuche unterstützen.

Wiz wird Kunden auf AWS, Microsoft und Oracle unterstützen

(Foto: Wiz)

Wiz wird in Google Cloud integriert, behält aber laut den beiden Unternehmen seine Marke und das Engagement für die Sicherheit von Kunden in allen Cloud-Umgebungen bei. "Wir bleiben unserem offenen Ansatz verpflichtet und stellen sicher, dass Wiz weiterhin alle wichtigen Cloud- und Code-Umgebungen unterstützt", versprach Wiz-CEO und Mitgründer Assaf Rappaport. Im Einklang mit dem Bekenntnis von Google Cloud zur Offenheit sollen Wiz-Produkte weiterhin für alle großen Clouds verfügbar sein, darunter Amazon Web Services, Google Cloud Platform, Microsoft Azure und Oracle Cloud. Sie werden über eine Vielzahl von Partner-Sicherheitslösungen angeboten.

Durch die Kombination aus Innovationen von Google Cloud und Wiz wollen beide Unternehmen die Fähigkeiten der Kunden beim Einsatz mehrerer Clouds verbessern. Google erklärte dazu, die gemeinsame Plattform werde auch kleine Unternehmen vor den immer ausgeklügelteren und zerstörerischen Cyberbedrohungen schützen. Die kommende Google-Wiz-Plattform wird den Erklärungen zufolge zudem einheitliche Werkzeuge, Prozesse und Richtlinien über alle großen Cloud-Umgebungen hinweg und auf jeder Ebene – vom Code über die Cloud bis zur Laufzeit – bereitstellen.

Google-CEO: "Mit Vertrauen innovieren"

Auch Google-CEO Sundar Pichai zeigte sich zuversichtlich, dass die Übernahme die Sicherheitslage der Google-Kunden im KI-Zeitalter auf ein neues Niveau heben wird. "Menschen online zu schützen, war schon immer Teil von Googles Mission. Diese Aufgabe ist heute besonders wichtig, da immer mehr Unternehmen und Behörden ihre Arbeit in die Cloud verlagern und generative KI breit einsetzen", so Pichai. "Indem wir Wiz und Google Cloud zusammenbringen, machen wir es Organisationen leichter, mit Zuversicht zu innovieren", fügte er hinzu.

Wiz-CEO Rappaport sagte, der Zusammenschluss mit Google Cloud ermögliche es Wiz, "unsere Mission zum Schutz von Kunden überall – mit Maschinengeschwindigkeit – zu skalieren". "Mit Googles KI-Führungsrolle und Ressourcen sowie Wiz' tiefem Know-how über Cloud- und Code-Umgebungen sind wir noch besser aufgestellt, um unseren Partnern und Kunden zu helfen, Sicherheitsverletzungen zu verhindern, bevor sie auftreten", so Rappaport. Es hat etwa ein Jahr gedauert, bis Google den 32-Milliarden-Dollar-Deal abgeschlossen hat, nachdem die Absicht zur Übernahme von Wiz im März 2025 bekannt gegeben worden war. Vor allem in Europa war der Deal vor Abschluss auf mehrere regulatorische Hürden gestoßen.

Dieser Artikel erschien zuerst bei unserer Schwesterzeitschrift crn.com.

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