Exklusiv: Cisco verlängert UCS-Compute-Preisschutz und Angebotsgültigkeit

Cisco kommt Partnern bei der Angebotspreisbindung für UCS-Server entgegen. Doch auch die Verdopplung von 7 auf 14 Tage sehen Cisco-Partner kritisch. Das Problem aktuell langer Lieferzeiten löst die Änderung kurzfristig nicht, die sollen erst mit der OEM-Partnerschaft mit Supermicro beseitigt werden.

Tim Coogan informierte Partner per E-Mail über die neue Preisbindung bei UCS-Servern von jetzt 14 Tagen (Foto: CRN / Martin Fryba)

Cisco hat den Preisschutz und die Gültigkeit von Preisangeboten für seine Unified-Computing-System-Server (UCS) von zuvor sieben Tagen auf 14 Tage verlängert. "Die Regelung zur Angebotsgültig umzusetzen, war schwierig in einem Markt, der sich so schnell bewegt", schreibt Ciscos globaler Channel-Chef Tim Coogan in einer E-Mail an Partner. "Die zusätzliche Woche sollte Ihnen mehr Zeit mit Ihren Kunden geben, Deals durch deren Freigabeprozesse zu bringen."

Cisco-Manager standen für weitere Details nicht zur Verfügung, da sich das gesamte Führungsteam in dieser Woche in Las Vegas zum jährlichen Sales-Kickoff-Meeting des Unternehmens befindet.

[Cisco Channel-Chef Deutschland: "Channel-Geschäft läuft sehr gut, Betreuung SMB-Partner wird ausgebaut"]

In einer E-Mail-Antwort an CRN schrieb Coogan: "Ciscos Verlängerung des Preisschutzes und des Rabattablaufs für Compute-Angebote auf 14 Tage spiegelt unsere fortlaufenden Bemühungen wider, uns an die Marktanforderungen anzupassen und die Transaktionszyklen unserer Kunden besser zu unterstützen. Wir hoffen, dass diese zusätzliche Zeit den Partnern mehr Flexibilität verschafft und ihre Bemühungen unterstützt, die Vertriebsdynamik aufrechtzuerhalten und die Profitabilität zu maximieren. Wir bleiben entschlossen, unseren Partnern und Kunden den Wert und die Innovation zu bieten, die sie erwarten."

Die neue Angebotsgültigkeit, die am 16. August in Kraft trat, kommt, nachdem Server-Wettbewerber HPE und Dell ihre Angebotsgültigkeit für Server von 14 auf 30 Tage verlängert haben. Ursprünglich hatte Cisco die Deal-Registrierung im Compute-Bereich erst abgeschafft, nach massiver Kritik der Partner dann ab 15. April dieses Jahres wieder eingeführt.

Partner: "Cisco am restriktivsten"

"Cisco war bei den Geschäftsbedingungen für UCS stets am restriktivsten", sagt ein hochrangiger Channel-Manager gegenüber CRN, der darum bittet, nicht namentlich genannt zu werden. "Unsere Verkäufer hassen es. Infolgedessen wird Cisco im Servergeschäft für uns weniger relevant."

Ned Engelke, Chief Technology Officer bei Evotek, einem Cisco-Partner mit Sitz in San Diego, Kalifornien, sagte, 14 Tage seien sicherlich eine Verbesserung. "Vierzehn Tage sind immer noch kurz, aber zumindest gibt es eine gewisse Struktur bei der Preisgestaltung, die wir bekommen können", so Engelke.

Er sagt, die Preisvolatilität im Speichermarkt und Lieferverzögerungen hätten zu deutlichen Veränderungen bei der Hardwarebeschaffung der Kunden geführt. "Es ist viel volatiler als früher, deshalb haben wir viele unserer Kunden darin beraten, ihre Beschaffungsprozesse zumindest für kritische Projekte anzupassen, um schneller handeln zu können".

Der CEO eines anderen Systemhauses aus der CRN Solution Provider 500-Liste, der nicht namentlich genannt werden möchte, sagt, dass auch eine 14-tägige Preisgültigkeit Cisco im Wettbewerb mit Dell, HPE und Supermicro deutlich ins Hintertreffen bringe. "Es ist, wie es ist", sagt er über die 14-tägige Angebotsgültigkeit. "Unsere Kunden schauen sich Dell, HPE und Supermicro an.

Cisco reagiert auf Lieferschwierigkeiten bei UCS-Servern

Die neue 14-tägige Angebotsgültigkeit kommt zusammen mit einer in dieser Woche angekündigten neuen Partnerschaft, die es Cisco ermöglicht, flüssigkeits- und luftgekühlte Systeme von Supermicro als Teil seines KI-Infrastrukturportfolios anzubieten. Mit dieser OEM-Vereinbarung, über die CRN diese Woche exklusiv berichtet hat, will Cisco die erheblichen Lieferschwierigkeiten seiner UCS-Server beseitigen. Cisco erklärt, man beabsichtige, ab Oktober 2026 Supermicro-Compute-Angebote als Teil der Secure AI Factory mit Nvidia anzubieten.

"Cisco bekommt nicht die Speicherchips, um liefern zu können, und Supermicro verfügt über Speicherverfügbarkeit. Das sollte den Druck verringern, mit dem wir bei der UCS-Verfügbarkeit zu kämpfen hatten", so der Kommentar eines Cisco-Partners, der nicht namentlich genannt werden möchte.

Der Artikel erschien zuerst bei unserer Schwesterpublikation crn.com.

CRN-Newsletter beziehen und Archiv nutzen - kostenlos: Jetzt bei der CRN Community anmelden