Absolute Security will über Pax8 zu MSPs vordringen

Der Cyberresilienz-Anbieter will stärker im MSP-Umfeld Fuß fassen und setzt dafür auf den Pax8 Marketplace. Über diesen will Absolute Security die Dienstleister nicht nur als Partner, sondern auch als Kunden gewinnen, denen er niedrigere Supportkosten und mehr Kundenzufriedenheit durch die Härtung ihrer vorhandenen Sicherheits-und RMM-Stacks verspricht.

"Da wir auf Hardware-Ebene eingebettet sind, können wir Geräte auch dann verwalten, wenn das Betriebssystem nicht funktioniert." Gene Kim, Vice President Managed Service Providers, Absolute Security (Foto: Gene Kim / LinkedIn)

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich Absolute Security durch seine auf BIOS-Ebene eingebettete Technologie für Absicherung, Tracking und Fernzugriff einen guten Ruf sowie eine breite Basis an und Enterprise-Kunden aufgebaut. Mehrere große OEM-Partner wie Lenovo setzen die Lösungen bei ihren Business-Geräten und -Services ein. Nun sind die Verantwortlichen zur Überzeugung gelangt, dass Absolute mit seiner Technologie auch einige der größten operativen und sicherheitsrelevanten Herausforderungen von MSPs adressieren kann und fährt seine entsprechenden Aktivitäten hoch. Einen nachhaltigen Schub für diese Mission erhofft sich Absolute Security insbesondere von der jetzt erfolgten Eingliederung in den Cloud-Marktplatz von Pax8.

"Wir sind neu im MSP-Umfeld und müssen deshalb sehr gezielt vorgehen, wie wir in den Markt gehen", erklärte Gene Kim, Vice President Managed Service Providers bei Absolute Security, gegenüber CRN. "Pax8 war aufgrund seiner Reichweite, seines Rufs und seines Fokus auf sicherheitsorientierte Service Provider die naheliegende Wahl. Wenn man die Größe des Ökosystems und die Zahl der MSPs betrachtet, die jeden Monat über die Plattform Transaktionen abwickeln, eröffnet uns das eine enorme Chance, einem großen Publikum etwas anzubieten, das aus unserer Sicht wirklich anders ist."

"Weißer Fleck" im Security-Portfolio

Durch den Einsatz seiner Lösungen verspricht der Anbieter den MSPs unter anderem Möglichkeiten um ihre Supportkosten zu senken, Sicherheitsstrukturen zu stärken und Wiederherstellungszeiten nach Vorfällen zu verkürzen. Wie Kim ergänzte, schließt Absolute Security damit zugleich eine Lücke im Pax8-Ökosystem, da es sich nicht um eine weitere Endpoint-Detection-Plattform, ein Verschlüsselungstool oder ein Service-Desk-Produkt handele, das in einer solchen bereits stark besetzten Kategorie konkurriere. "Wir bringen eine besondere Fähigkeit in einen Bereich ein, den Pax8 als weißen Fleck betrachtet", unterstrich er. "Wir überschneiden uns nicht mit den Technologien, die MSPs bereits einsetzen. Stattdessen helfen wir dabei, diese Technologien widerstandsfähiger und zuverlässiger zu machen."

Nach den Worten von Oguo Atuanya, Corporate Vice President of Vendor Experience bei Pax8, sagte, bringt Absolute Security "Resilienz direkt auf die Geräteebene". "Für unsere Partner bedeutet das, dass sie Endpunkte nicht nur schützen, sondern auch sicherstellen, dass diese Tools dann betriebsbereit bleiben, wenn es darauf ankommt", sagte er gegenüber CRN. "Diese Persistenz verändert die Art und Weise, wie MSPs über Risiko und Wiederherstellung denken, und ergänzt die Lösungen, die bereits im Pax8 Marketplace verfügbar sind."

Absolute ist seit mehr als drei Jahrzehnten am Markt und nutzt eine Technologie, die Unternehmen ursprünglich dabei half, verlorene Laptops aufzuspüren. Seitdem hat das Unternehmen seine Verbindungen zu Geräteherstellern vertieft und seine Technologie direkt in die Firmware integriert. Dadurch kann sie auch dann bestehen bleiben, wenn ein Betriebssystem ausfällt oder jemand versucht, die Software zu entfernen.

RMM-Fähigkeiten ohne Betriebssystem nutzen

Diese Grundlage wird nun genutzt, um MSPs dabei zu unterstützen, kritische Management- und Sicherheitstools aufrechtzuerhalten und wiederherzustellen. "Wenn MSPs fragen, wo sie den größten Nutzen sehen werden, lautet die Antwort: in allen genannten Bereichen", erläuterte Kim. "Es geht um niedrigere Supportkosten, stärkere Sicherheit und schnellere Wiederherstellung. Wir tragen dazu bei, dass die Anwendungen, auf die MSPs täglich angewiesen sind – ob Patch-Management, Endpoint Protection, Verschlüsselung oder Monitoring-Tools –, installiert, betriebsbereit und intakt bleiben. Das bedeutet weniger Agent Drift, weniger Support-Tickets und weniger Situationen, in denen Techniker defekte Systeme manuell reparieren müssen."

Der Nutzen sei besonders wichtig, wenn es zu größeren Ausfällen und Cybervorfällen komme, ergänzte Kim. "Die Realität ist: Wenn etwas schiefgeht, interessiert Kunden nicht, wie viele Sicherheitsprodukte man ihnen verkauft hat oder wie viele Patches im vergangenen Monat ausgerollt wurden", führte er aus. "Entscheidend ist, ob ihr Geschäft weiterlaufen kann und wie schnell sie wieder handlungsfähig sind. Da wir auf Hardware-Ebene eingebettet sind, können wir Geräte auch dann verwalten, wenn das Betriebssystem nicht funktioniert. Wenn jedes andere Management-Tool darauf angewiesen ist, dass Windows erfolgreich startet, können wir dieses Gerät weiterhin erreichen. Das ist eine grundlegend andere Fähigkeit."

Die Partnerschaft mit Pax8 bietet MSPs zudem einen stärker vereinheitlichten Weg, die Technologie von Absolute zu kaufen und zu verwalten. Für Partner liegt der Reiz vor allem in der Einfachheit. Über Pax8 können MSPs Lösungen über eine zentrale Plattform testen, bereitstellen, abrechnen und verwalten. Das kann den Business Case insgesamt überzeugender machen, selbst wenn es günstigere Wege gibt, Technologie einzukaufen.

"Als MSP-Partner von Absolute Security seit 2019 hat NetCloud den Wert erkannt, den eine bessere Sichtbarkeit und Kontrolle von Endpunkten für Kunden bringen kann", teilte Camilla Østergreen Madsen, Head of Marketing beim dänischen Unternehmen NetCloud A/S, CRN per E-Mail mit. "[Das Unternehmen] spielt eine wichtige Rolle in unserem Sicherheitsportfolio und hilft Kunden dabei, ihre Sicherheitslage zu verbessern, Compliance-Bemühungen zu unterstützen und eine größere digitale Resilienz aufzubauen."

Mit Blick nach vorn sagte Kim, Absolute Security wolle seine KI-gestützten Funktionen weiter ausbauen. "Wir werden MSPs dabei helfen, die Tools aufrechtzuerhalten, von denen sie bereits abhängig sind", sagte er. "Wir werden dazu beitragen, operative Kosten zu senken, indem wir diese Tools intakt und funktionsfähig halten. Und wenn – nicht falls – ein Vorfall eintritt, werden wir ihnen helfen, sich innerhalb von Minuten statt Stunden oder Tagen zu erholen. Das ist besser für den MSP, besser für den Kunden und letztlich besser für das Geschäft."

Dieser Artikel erschien zuerst bei unserer Schwesterpublikation crn.com.

CRN-Newsletter beziehen und Archiv nutzen - kostenlos: Jetzt bei der CRN Community anmelden