Traumlandschaft für Techniker: NinjaOne und ServiceNow verheiraten ihre Plattformen

Keine Insellösungen mehr im IT-Management, Admins spielen nicht mehr die IT-Feuerwehr, Service-Desk- und Support-Teams erhalten Echtzeitdaten aus beiden Systemen – vereint in einer Oberfläche. Die Technologiepartnerschaft zwischen NinjaOne und ServiceNow soll Nerven und Kosten sparen.

Eine Technologiehochzeit, zu der Rahul Hirani von NinjaOne (li.) und Alix Douglas von SoftwareOn alle Techniker von MSPs gerne einladen (Foto: NinjaOne und Alix Douglas/Linkedin)

Es kommt zusammen, was zusammengehört und könnte ein Kernproblem lösen, das Techniker von Managed Service Providern bestens kennen, wenn sie die den IT-Betrieb eines Kunden täglich am Laufen halten müssen. Für das Monitoring diverser Aufgaben wie Endgeräteverwaltung, Applikationen, Netzwerke sowie Softwareverteilung kommen verschieden Systeme zum Einsatz und damit kommt es zu Medienbrüchen, weil Techniker in mehrere Dashboards schauen müssen, die Insellösungen nicht miteinander vernetzt sind und keine Echtzeitdaten austauschen. Das kann auch anders und effizienter funktionieren, so der Ansatz der beiden Softwareunternehmen NinjaOne und ServiceNow, die nun eine Technologiepartnerschaft für Unified-IT-Operations ankündigen.

Gegenseitige Vereinigung der Plattformen also, nicht von irgendwem, sondern von zwei großen US-Softwareriesen, deren Lösungen viele IT-Abteilungen von Kunden sowie viele sowie Systemhäuser und MSPs im Einsatz haben. NinjaOne, global tätig, ist RMM-Marktführer im deutschen Channel und zählt eigenen Angaben Zufolge 40.000 Kunden. ServiceNow, ebenfalls global aufgestellt, gilt ist mit Umsatz von mehr als 13 Mrd. US-Dollar Marktführer bei ITSM und sieht seine spricht über seine Plattform gerne als das "Betriebssystem für Unternehmensprozesse".

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Die technologische Verheiratung soll für mehr Kosteneffizienz und Resilienz im Service-Desk- und Support-Team sorgen, so die Anbieter. IT-Teams können NinjaOne-Endpunktdaten für das Asset-Tracking nutzen und darüber hinaus ihre Daten beim Datenbank-Konfigurationsmanagement (CMDB), Endpunktdaten, Patch-Protokolle und -Status sowie weitere Konfigurationsdaten innerhalb von ServiceNow auf dem aktuellen Stand halten. Die Endpunkt-Daten von NinjaOne fließen direkt in ServiceNow ein.

Folgende Vorteile sehen beide Unternehmen:

•Proaktiver Service-Support: In NinjaOne erkannte Alarmierungen lösen automatisch einen Vorfall in ServiceNow aus, sodass IT-Teams Probleme untersuchen und beheben können, sobald sie auftreten. Dies verhindert, dass IT-Probleme die Endbenutzer:innen beeinträchtigen, was Unternehmen Zeit und Ressourcen einspart.

•Einheitliche Transparenz: Echtzeitübersicht über beide Plattformen, NinjaOne und ServiceNow, stellt IT-Techniker:innen eine einheitliche Datenquelle zur Verfügung, wodurch das Risiko von Fehlern durch manuelle Aktualisierungen entfällt und eine verbesserte Datenintegrität für Service-Management und Endpunkt-Management gewährleistet.

•Vereinfachte Arbeitsabläufe: Die Verfügbarkeit von Daten über den Gerätestatus innerhalb der ServiceNow-Plattform, in Verbindung mit einer einfachen Lösung für den Fernzugriff auf die Geräte, liefert Techniker:innen die benötigten Informationen und Werkzeuge, ohne dass sie die ServiceNow-Anwendung verlassen müssen. Die Integration automatisiert die zeitaufwendigsten Aufgaben im IT-Support, sodass Teams Probleme schneller beheben und sämtlichen Beschäftigten ein besseres Benutzererlebnis bieten können.

Rahul Hirani, Chief Product Officer bei NinjaOne, ist überzeugt: Informationslücken und Verzögerungen beim Lösen von IT-Problemen war gestern. Mit der Integration von NinjaOne in ServiceNow habe man diese Missstände überwunden: "Das sorgt für Echtzeitgenauigkeit und stellt sicher, dass verwaltete Geräte sich in einem einwandfreien Zustand befinden. Im Ergebnis sparen unsere Kunden Zeit und Ressourcen und vereinfachen ihre täglichen Arbeitsabläufe", so der Produkt-Chef von NinjaOne.

So sieht es auch Alix Douglas, die als VP für globale Technologiepartnerschaften bei ServiceNow zuständig ist. "Die widerstandsfähigsten IT-Teams sind solche, die blinde Flecken beseitigen", sagt die Managerin. Voraussetzung: "Endpunkt-Intelligence in Echtzeit" werde mit dem Service-Management verknüpft – dem von ServiceNow, versteht sich. IT-Teams erhielten so stets einen einheitlichen, aktuellen Überblick über ihre Umgebung und könnten eine neue Rolle übernehmen: "von reaktivem 'Feuerlöschen' zu proaktiver Problemlösung", skizziert Douglas die künftige Traumlandschaft für Techniker.

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