Diesen Azubis eröffnen IT-Firmen glänzende Karrieren

Ob Handelskooperation, Systemhaus, Hersteller oder Disti: Die Entscheidung für eine Ausbildung in der IT-Branche ist gut gewählt – nicht trotz, sondern wegen künstlicher Intelligenz. Das zeigen ElectronicPartner, Enthus, Bluechip, Bechtle und Cancom.

Die IT-Auszubildenden bei Enthus und der Caritas lernen in ihrer Ausbildung über den Tellerrand des eigenen Unternehmens zu blicken (Foto: Enthus)

Vergangene Woche starteten Tausende junger Menschen ihre Berufsausbildung in der IT-Branche. Eine sehr gute Wahl, wie CRN findet. Wirklich? Wo doch die IT-Unternehmen vor allem in den USA Zehntausende Jobs abgebaut haben, mancher Boss eines Technologiekonzerns unverhohlen davon spricht, Menschen durch KI zu ersetzen.

CRN berichtete in der Tat über die vielen Massenentlassungen in den vergangenen 18 Monaten, oft mit der Begründung, dass Unternehmen ihre Prozesse mit Hilfe von KI automatisieren und daher weniger Personal benötigten. Andererseits vergeht kein Tag, kein Interview, wo Pressemitteilungen und Gespräche mit Manager und Mangerinnen einen gemeinsamen Tenor haben: KI ist die Zukunft, man brauche die richtigen Plattformen und Fachkräfte, die Unternehmen dabei helfen, KI einzusetzen und KI-Fabriken zu betreiben. KI verändert alles.

Auch die Arbeitswelt: vertraute Jobs fallen weg, neue entstehen. Die Technikgeschichte hat gezeigt, dass bisher fast jede Innovation ein Jobmotor war. Nicht in der Übergangszeit, freilich. Aber mittelfristig wird auch KI neue Berufsfelder schaffen, Experten und Expertinnen benötigen.

Wenn unter dem Strich KI die Wertschöpfung der Unternehmen erhöht und das Kapital bereit ist, jene fair an den Gewinnen zu beteiligen, die sie erwirtschaften, dann müssen junge Menschen nicht zu Maschinenstürmern werden. Sondern die Maschinen bauen, installieren, in Betrieb halten oder sie zu verkaufen oder zu vermarkten verstehen. Das alles lernen sie bei diesen nachfolgenden Unternehmen.

Pre-Onboaring bereits im Juni bei ElectronicPartner

Im August 2026 begrüßt ElectronicPartner zwei Auszubildende in der Düsseldorfer Zentrale. Anton Grüner beginnt seine Ausbildung zum Kaufmann im E-Commerce, Noah Markow startet als Fachinformatiker für Systemintegration. Beide werden in den kommenden Jahren unterschiedliche Bereiche des Unternehmens kennenlernen und so die Grundlage für ihr Berufsleben schaffen. Bereits vor ihrem offiziellen Start erhielten die beiden Nachwuchskräfte im Rahmen eines ElectronicPartner erste Einblicke ins Unternehmen. Dabei wurden sie von ihren Azubi-Paten begrüßt, lernten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner aus dem Personalbereich kennen und konnten sich bei verschiedenen Kennenlernformaten miteinander vernetzen.

"Jungen Menschen Chancen zu eröffnen und Talente gezielt zu fördern, bleibt ein wesentlicher Teil unseres Selbstverständnisses", sagt Timo Stockem, Leiter Personal bei ElectronicPartner. Die Verbundgruppe mit ihrer Systemhauskooperation Comteam setzt übrigens gemeinsam mit Handelspartner Wortmann auf die neue Super-Technologie künstliche Intelligenz – CRN berichtete.

Meuselwitz ist nicht der Nabel der Welt. Aber Bluechip schreibt ostdeutsche Erfolgsgeschichte

"Pro Ausbildungsjahr begleiten wir durchschnittlich zehn Nachwuchskräfte auf ihrem beruflichen Weg. Dabei konzentrieren wir uns auf die drei Bereiche kaufmännische Berufe, IT-Berufe sowie Fachkräfte für Lagerlogistik", erklärt Bluechips Ausbildungsleiterin Anja Petzold. Meuselwitz, der Firmensitz des kurz nach dem Mauerfall gegründeten PC-Herstellers und Distributors ist nicht gerade der Nabel der IT-Welt. Und obwohl die Wolfs – Hubert und Ehefrau Brit – eine ostdeutsche Erfolgsgeschichte geschrieben haben, ist es für ihre Bluechip nicht leicht, Fachkräfte anzulocken.

Anja Petzold verfolgt daher seit vielen Jahren eine klare Strategie, die bestens funktioniert: Selbst ausbilden, jungen Menschen Karrieremöglichkeiten in eigenen Unternehmen aufzeigen. "Diese Strategie ermöglicht es uns seit vielen Jahren, den Bedarf an qualifizierten Fachkräften in nahezu allen Unternehmensbereichen nachhaltig zu sichern. Neben der natürlichen Fluktuation erleben wir zunehmend den Übergang langjähriger Kolleginnen und Kollegen in den Ruhestand. Um deren wertvolles Wissen langfristig zu bewahren, sind eine vorausschauende Personalplanung und die gezielte Förderung eigener Talente unverzichtbar."

Azubiaustausch in Pflege und IT – Enthus und Caritas Krefeld & Meerbusch lernen voneinander

Auch Mitten in der Ausbildung in der IT-Branche gibt es viele bereichernde Initiativen. Von MSP Enthus gemeinsam mit der Caritas zum Beispiel. Was erleben IT-Auszubildende, wenn sie den Pflegealltag hautnah begleiten? Und was passiert eigentlich hinter den Bildschirmen, wenn in der Pflegeeinrichtung ein System ausfällt?

Diesen Fragen gingen drei Auszubildende der Enthus Managed Services – Deniz Karatas, Leroy Barber und Kevin Kuhn – im Rahmen eines Pilotprojekts in diesem Frühjahr bei der Caritas Krefeld & Meerbusch nach. Initiiert wurde der Austausch von Dana Glöß, Vorständin der Caritas Krefeld & Meerbusch und Schirmherrin des Projekts, mit dem Ziel, IT-Nachwuchskräfte beider Seiten näher zusammenzubringen. Begleitet wurde das Projekt auf enthus.one-Seite von André Wieland, Head of Customer Success, sowie auf Seiten der IT der Caritas Krefeld von Barbara Lindstädt und Simon Zeler.

Dass dieser Austausch keine Einbahnstraße ist, zeigte der anschließende Gegenbesuch: Die IT-Auszubildenden Niklas Berry und Arthur Jost von der Caritas – beide angehende Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse – erhielten ihrerseits Einblicke in die Arbeitswelt eines Managed Services Providers.

Mittendrin statt nur dabei: Enthus-Azubis begleiten den Pflegealltag: Während ihres Einsatzes begleiteten die drei enthus.one-Azubis Pflegekräfte in verschiedenen Einrichtungen der Caritas – und lernten deren Arbeitsalltag aus nächster Nähe kennen. Sie erlebten hautnah, was es bedeutet, Tag für Tag Verantwortung für Menschen zu tragen: den Zeitdruck, die emotionale Nähe, aber auch die Momente, in denen ein Lächeln mehr zählt als jede Technik.

"Während meiner Zeit bei der Caritas habe ich hautnah erfahren, wie vielfältig und herausfordernd die Arbeit in der Pflege ist. Ich habe gelernt, wie verantwortungsvoll und zugleich stressig der Pflegeberuf sein kann – was ich erst durch die Begleitung vor Ort ein bisschen besser verstehen konnte", berichtet Leroy Barber, Azubi bei Enthus.

Bechtle: "Power on!! 💚lich willkommen, lieber Ausbildungsjahrgang 2026! 🙌"
"Heute wird der Startknopf gedrückt: 215 neue Auszubildende und dual Studierende starten in diesem Jahr bei Bechtle", stellt das Systemhaus seine jungen Talente auf Linkedin vor. Mit dem Azubi Mikado beginne für sie "ein neuer Lebensabschnitt und für uns die Chance, die nächste Generation von IT-Talenten auf ihrem Weg zu begleiten."

Die Förderung junger Menschen ist bei Bechtle seit vielen Jahren fester Bestandteil der Unternehmenskultur. "Umso mehr freuen wir uns, auch in diesem Jahr zahlreiche Nachwuchskräfte bei Bechtle willkommen zu heißen." Aktuell stehen bei Bechtle rund 770 Auszubildende und dual Studierende in der Ausbildungsphase. Danach öffnen sich für viele die Wege zu einer womöglich ganz großen Karriere bei Bechtle oder andern IT-Unternehmen.

Cancom DACH: 106 IT-Nachwuchskräfte starten ins neue Ausbildungsjahr

Cancom begrüßt zum Start des Ausbildungsjahres 2026 insgesamt 106 neue Auszubildende und dual Studierende in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Davon beginnen 97 Nachwuchskräfte an 16 deutschen Standorten ihre berufliche Laufbahn. Acht weitere Auszubildende starten in Österreich, eine Person in der Schweiz.

Zum Auftakt trafen sich die jungen Menschen vergangene Woche im Ufo, dem spektakulären Firmengebäude n ehemaligen Firmensitz Jettingen-Scheppach. Während der dreitägigen Veranstaltung lernten die neuen Auszubildenden und dual Studierenden das Unternehmen, die Unternehmensstrategie und das Leistungsportfolio von Cancom kennen. Neu in diesem Jahr, der Schwerpunkt bei den Welcome Days: Es war KI, denn Cancom sieht sich als Vorreiter der KI-Revolution.

Ergänzt wird das Programm durch zahlreiche Möglichkeiten zur standortübergreifenden Vernetzung und zum persönlichen Austausch. "Der Start ins Berufsleben ist ein wichtiger Schritt. Mit unseren Welcome Days schaffen wir einen gemeinsamen Rahmen, in dem sich die neuen Auszubildenden und dual Studierenden kennenlernen, Kontakte knüpfen und Cancom als Unternehmen erleben können. Gleichzeitig geben wir ihnen mit praxisnahen Workshops zu IT, Lernen und Artificial Intelligence erste Impulse für ihren weiteren Ausbildungsweg", sagt Claudia Ade, Senior Manager Trainees & Talents beim Systemhaus.

Von den 97 Nachwuchskräften in Deutschland hält Cancom die Zahl der Ausbildungsstarts auf dem Niveau des Vorjahres. Davon starten 80 im IT-Bereich, 14 in kaufmännischen Berufen, zwei Personen im logistischen und eine Person im gestalterischen Bereich. Insgesamt bietet Cancom zwölf verschiedene Ausbildungsberufe und fünf duale Studiengänge an. Besonders häufig entschieden sich die Nachwuchskräfte für eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration, zum Kaufmann für IT-System-Management oder zum IT-Systemelektroniker.

Cancom würde übrigens mehrfach in Folge vom Wirtschaftsmagazin CAPITAL und der IHK als einer der besten Ausbildungsbetriebe Deutschlands ausgezeichnet. Bewertet werden dabei unter anderem die Betreuung und Förderung der Nachwuchskräfte, die Lernmethoden sowie die Zukunftsorientierung und Innovation der angebotenen Ausbildungsprogramme.

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