Box Agent ist da: Kollaboration-Plattform wird intelligent

Agenten auf Basis der Modelle von OpenAI, Anthropic oder Google sollen komplexe Workflows autonom ausführen? Für Nutzer von Box, der "Plattform für intelligentes Content-Management (ICM)", ist das jetzt möglich. Der Anbieter spricht von einer "neuen Art der Arbeit mit Unternehmensinhalten".

Box Agent, ab sofort verfügbar, nutzt laut Anbieter Box führende KI-Modelle, um unstrukturierte Inhalte zu verarbeiten und End-to-End-Aufgaben autonom auszuführen (Grafik: Box Inc.)

Michael Pietsch, VP DACH & Eastern Europe bei Box Inc., hat einen Grund mehr, Partner zur Zusammenarbeit mit dem Anbieter einer Collaboration-Plattform zu gewinnen. Respektive Anbieter von ICM: Intelligentes Content-Management. Der Dropbox-Wettbewerber führt nämlich Box Agent ein. Nutzer finden die Erweiterungen in Box AI Studio, dort bauen sie per Sprache individuelle Agents zusammen, die auf unstrukturierte Inhalte zugreifen, um Aufgaben autonom erledigen zu können.

Box, das traditionell aus dem Direktgeschäft kommt, transformiert sich zu einem Channel-First-Unternehmen, wie Pietsch CRN vor kurzem im Interview versicherte. Technologisch haben Partner von Box nun weitere Argumente, wenn sie mit ihren Kunden über den Einsatz von KI und vor allem messbare Ergebnisse sprechen, die Kunden vor allem einfordern. In puncto ROI hat sich der US-Anbieter einige Gedanken gemacht und stellt einige konkrete Einsatzszenarien vor.

[Mehr: "Box sucht Partner – Channel-First-Strategie angekündigt"]

Als einheitliche KI-Engine für Box nutzt Box Agent dem Anbieter zufolge neueste fortschrittliche Reasoning-Modelle, um Unternehmensdateien sicher zu durchsuchen, wichtige Daten zu analysieren und zusammenzufassen sowie neue Inhalte zu generieren. Sicherheits-, Governance- und Berechtigungskontrollen würden von Box "auf Unternehmensniveau stets eingehalten". Gleichzeitig kündigt Box Erweiterungen für Box AI Studio an, mit denen Unternehmen eigene, auf geschäftsspezifische Anforderungen zugeschnittene KI-Agenten entwickeln können. Der neue Box Agent nutzt KI-Funktionen von OpenAI, Anthropic und Google und "verändert damit grundlegend, wie Unternehmen mit ihren Inhalten umgehen", so Box.

Wie funktioniert Box Agent? Er soll laut Unternehmen die Absicht eines Nutzers anhand seiner Eingabe autonom verstehen, die für die Ausführung dieser Aufgabe erforderlichen Inhalte zu finden, die erforderlichen Arbeitsschritte zu überdenken und so lange zu wiederholen, bis er die Anfrage des Nutzers erfolgreich beantworten kann. All dies geschehe innerhalb der neuen dialogorientierten Benutzeroberfläche von Box AI, die es zudem erlaubt, frühere Sitzungen erneut aufzurufen und Workflows fortzusetzen.

Beispielhaft erledigt Box Agent folgende Arbeiten:

Welche Abteilungen könnten entlastet werden?

Box Agent generiert Antworten ausschließlich auf der Grundlage von Dateien, auf die der Benutzer Zugriffsrechte besitzt. Laut Box nutzt der Agent Kundendaten "niemals zum Trainieren großer Sprachmodelle von Drittanbietern". So biete er eine "sichere, berechtigungsbasierte KI-Erfahrung, auf die sich Unternehmen verlassen können". Entlastet werden beispielhaft:

Für Aaron Levie, Mitbegründer und CEO von Box, steht fest: KI könne nur volles Potenzial entfalten, wenn sie in der Lage ist, "den einzigartigen Kontext des jeweiligen Unternehmens" zu verstehen. "Mit dem Box Agent bringen wir KI direkt zu den Inhalten, die das Unternehmen antreiben, und erfinden die Arbeitsweise neu, mit den Kontrollen und Schutzmaßnahmen, auf die Unternehmen angewiesen sind", so Levie.

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