Alphabet steigt in den 4-Billionen-Dollar-Club auf

Nach Nvidia, Microsoft und Apple hat nun auch Alphabet eine Börsenbewertung von mehr als vier Billionen US-Dollar erreicht – zumindest kurzzeitig. Damit ist die Google-Mutter derzeit das zweitwertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt.

Die rasanten Fortschritte bei Hard- und Software für KI haben Googles Marktkapitalisierung auf Rekordniveau katapultiert (Foto: Google - KI-generiert)

Der exklusive Club der mit mehr als vier Billionen US-Dollar bewerteten Unternehmen ist um einen Eintrag reicher: Anfang der Woche übersprang Alphabet die Marke, die sich aus der Multiplikation des Aktienkurses mit der Anzahl der ausgegebenen Anteilsscheine ergibt. Nachdem ihr Wert bereits im vergangenen Jahr um rund 65 Prozent gestiegen war, kletterte er in den vergangenen Tagen weiter auf rund 330 Dollar pro Aktie. Kurz darauf fiel der Aktienkurs jedoch wieder leicht, sodass die Marktkapitalisierung auf 3,98 Billionen Dollar sank und seither rund um diese Schwelle schwankt.

Alphabet ist das jüngste Unternehmen, dem dieser Schritt gelungen ist. Vergangenen Juli hatte zuerst Nvidia die 4-Billionen-Schallmauer durchbrochen, nur wenige Tage bevor dies auch Microsoft gelang. Im November war dann auch Apple in diesen Bereich vorgerückt. Aktuell liegt jedoch nur noch Nvidia mit einer Bewertung von 4,53 Billionen Dollar (186 Dollar pro Aktie) über der Schwelle. Apples Börsenwert ist auf 3,83 Billionen Dollar zurückgegangen, Microsoft liegt bei etwa 3,55 Billionen Dollar (478 Dollar pro Aktie). Somit ist Alphabet momentan das zweitwertvollste Börsenunternehmen der Welt, knapp gefolgt von Apple und Microsoft.

KI-Boom befeuert Börsenwerte der Tech-Konzerne

Der wesentliche Treiber für diesen gewaltigen Wertzuwachs der Tech-Giganten ist der aktuelle KI-Boom, der die Börsenwerte in die Höhe schnellen lässt. Während Nvidia hier hardwareseitig an der Spitze steht und Microsoft mit seinen stark von der Beteiligung an OpenAI profitierenden Copiloten bei der Marktdurchdringung in den Unternehmen tonangebend ist, holt die Google-Mutter auf beiden Feldern auf. Nachdem sie bislang ausschließlich in den eigenen Rechenzentren zum Einsatz gekommen waren, sollen die speziell für KI-Aufgaben entwickelten Tensor-Chips (TPU) künftig auch anderen KI-Betreibern angeboten werden und so Nvidia unter Druck setzen, mit dem man gleichzeitig auch eng bei KI-Projekten zusammenarbeitet. Als erster Kunde für die TPU konnte offenbar die Facebook-Mutter Meta gewonnen werden.

Zugleich verzeichnet Alphabet große Fortschritte bei seinen KI-Modellen, die inzwischen als mindestens ebenbürtig zum Marktführer OpenAI gelten. Gerade erst hat Apple sich "nach sorgfältiger Prüfung" für Gemini entschieden, da "Googles KI-Technologie die leistungsfähigste Grundlage für die Apple Foundation Models bietet", wie die beiden Unternehmen mitteilten. Die darauf basierende nächste Generation der Foundation Models soll unter anderem eine neue Version der persönlichen Assistentin Siri ermöglichen, die den Nutzern besser und persönlicher zur Seite stehen soll.

Am 4. Februar wird Alphabet die Ergebnisse des vierten Quartals und seines gesamten Geschäftsjahres 2025 bekannt geben.

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