Absolute Security kauft "FirmGuard" für BIOS-Schutz

Durch die Übernahme des Produkts "FirmGuard" von Phoenix Technologies will Absolute Security seine Firmware-Sicherheitsplattform Persistence auf der UEFI-BIOS-Ebene erweitern. Ziel ist eine durchgängige Verwaltung und Absicherung von Endgeräten, Workstations und auch Agenten von der Firmware bis zur Cloud.

"Unsere weiterentwickelte Plattform wird Sicherheits- und Risikoverantwortlichen dabei helfen, KI-Initiativen selbstbewusst voranzutreiben und vor Bedrohungen, Komplexität und Ausfallzeiten zu schützen." Christy Wyatt, Präsidentin und CEO, Absolute Security (Foto: Absolute Security)

Absolute Security vermeldet die Übernahme des Sicherheitsdienstes "FirmGuard" von Phoenix Technologies. Dessen Technologie und Fähigkeiten rund um die Absicherung, Verwaltung und Vernetzung von UEFI-BIOS-Firmware will sich Absolute Security vor allem zunutze machen, um seine Persistence-Plattform auf dieser Ebene zu erweitern. In einer ersten Integrationsphase plant der Hersteller eine erweiterte Verwaltung unterhalb des Betriebssystems, kontinuierliche Integritätsprüfungen und Patches für die Firmware sowie zusätzliche Möglichkeiten zur Datenlöschung. Langfristig sollen Partner und Kunden damit die Verwaltung von Endgeräten, KI-Workstations und autonomen Agenten von der Firmware bis zur Cloud über eine gemeinsame Konsole steuern können. Damit einhergehend bietet sich den Nutzern ein breiterer Überblick über den Sicherheitsstatus, der auch die Durchsetzung der Compliance-Vorgaben unterstützt.

"Wir haben FirmGuard entwickelt, um den Schutz von Firmware einfach und sicher zu gestalten. Absolute Security hat bewiesen, dass seine in die Firmware integrierte Plattform dies im Unternehmensmaßstab leisten kann", erklärt Gerard Moore, Präsident und CEO von FirmGuard. "Durch die Integration von FirmGuard in die Absolute-Security-Plattform können Kunden darauf vertrauen, dass ihre KI-Geräte sicher, konform und betriebsbereit bleiben, sodass mögliche Ausfallzeiten nicht zu geschäftlichen Einbußen führen." Finanzielle Details der Übernahme wurden nicht genannt.

"FOMU": Angst vor Firmware-Updates wird zunehmend zum Risiko

Ein strategischer Zukauf auf technischer Ebene, mit dem Absolute Security seine starke Marktposition mit gezieltem Fokus auf eine KI-Zukunft ausbauen will, in der die Risiken für Angriffe auf und über Hardware steigen und somit mehr Resilienz und Transparenz erfordern. Schon jetzt berichten 80 Prozent der über 800 für eine Studie von HP Wolf befragten IT- und Security-Entscheider, dass sie eine beschleunigte Ausnutzung entsprechender Schwachstellen beobachten. Dennoch räumen gleichzeitig 60 Prozent ein, Firmwareupdates nur zögerlich umzusetzen.

Rund die Hälfte von ihnen nennt als Grund die "Fear of Making Updates" (FOMU), also die Angst vor Softwareupdates und möglichen Komplikationen im Nachgang, die angesichts des zentralen Status der Firmware-Elemente oft besonders groß ist. Gerade aufgrund der Sockelfunktion in der Hardwarearchitektur können die Verzögerung an dieser Stelle jedoch schnell deutlich riskanter werden als die Durchführung eines Updates. "KI-gesteuerte Bedrohungen und Anfälligkeiten beeinträchtigen Unternehmen von der Cloud bis zum Endgerät", warnt Christy Wyatt, Präsidentin und CEO von Absolute Security. "Um vollständige Ausfallsicherheit zu gewährleisten, sind Transparenz, Kontrolle, Sicherheit und Wiederherstellungsfunktionen in der Gerätehardware erforderlich."

Durch Partnerschaften mit Herstellern wie Dell, HP und Lenovo ist die eigene Technologie laut Absolute weltweit auf mehr als 600 Millionen Endgeräten in der Firmware verankert. Dort bietet sie Dienstleistern und Nutzern eine direkte Verbindung zur Firmware auf tiefster Ebene, mit der sie die Geräte und Anwendungen schon beim Booten verwalten, steuern und bei Bedarf in einen betriebsbereiten Zustand zurückversetzen können, selbst wenn die Gesundheit und Integrität des Betriebssystems nicht mehr gegeben sind. Durch weitere Kooperationen, jüngst etwa mit Nvidia und HP, will Absolute Security die Funktionen der Plattform zudem auf KI-Workstations und autonome Agenten ausweiten.

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