Neuer Branchenverband »game«: BIU und GAME spielen ab sofort vereint

Die beiden Branchenverbände BIU und GAME schließen sich zusammen. Unter dem gemeinsamen Dach des »game« wollen sie künftig eine stärkere Vertretung der deutschen Games-Branche gewährleisten.

Die deutsche Games-Branche soll künftig mit vereinter Stimme sprechent einer gemeinsamen

Die Interessenvertretung der deutschen Games-Branche sortiert sich neu. Ab sofort bündeln der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) und der Bundesverband der deutschen Games-Branche (GAME) ihre Kompetenzen und vereinen sich im neuen Verband »game – Verband der deutschen Games-Branche«. Geschäftsführer wird der bisherige BIU-Chef Felix Falk, der fünfköpfige Vorstand soll noch am heutigen Montag (29.01.2018) in Berlin gewählt werden. Der game übernimmt damit auch die Trägerschaft der gamescom, dem nach eigenem Bekunden weltgrößten Event für Computer- und Videospiele. Außerdem ist der Verband Gesellschafter der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK), der Stiftung Digitale Spielekultur sowie Ausrichter des Deutschen Computerspielpreises.

»Heute ist ein historischer Tag für die gesamte deutsche Games-Branche«, freut sich Falk über den wichtigen Schritt und umreißt die Zielsetzung der Fusion: »Mit dem zukunftsweisenden Zusammenschluss der Verbände ist die Branche vereint und wir können uns gemeinsam noch überzeugender und noch schlagkräftiger für die Interessen der gesamten deutschen Games-Branche einsetzen«, freut sich Falk über den wichtigen Schritt. So soll Deutschland »zum führenden Standort für die Spieleentwicklung« gemacht werden. Eine echte Mammut-Aufgabe, die einiger Anstrengung bedarf. Zwar gibt es hierzulande eine starke Spieler-Basis, allerdings nur vergleichsweise wenige Entwicklerstudios und spezialisierte Fachkräfte. Der Marktanteil deutscher Spiele-Entwicklungen lag auf dem heimischen Markt zuletzt bei nur noch rund sechs Prozent. Insofern wird es eine der Hauptaufgaben der konsolidierten Branchenvertretung, der Politik bessere Bedingungen für diesen zukunftsträchtigen Bereich der Kreativbranche abzuringen.

Zum game gehören Entwickler, Publisher und viele weitere Akteure der Games-Branche wie eSports-Veranstalter, aber auch Hochschulen und Dienstleister. Der gemeinsame Webauftritt des neuen Verbands ist unter game.de zu erreichen.