Wachstumsmarkt Sicherheitstechnik: Genetec will seinen IT-Channel ausbauen

Für den Vertrieb seiner Lösungen rund um Videomanagement und Zutrittskontrolle sucht Genetec verstärkt Systemhäuser, weil in der Sicherheitstechnikbranche zunehmend IT-Erfahrung benötigt wird. Seinen Partnern bietet der Hersteller nicht nur ein breites Portfolio, sondern auch umfangreiche Integrationsmöglichkeiten sowie bei Bedarf die Unterstützung durch Errichter.

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Der Markt für Sicherheitstechnik wächst seit Jahren kontinuierlich – nicht nur weil das Sicherheitsbedürfnis von Unternehmen und in der Bevölkerung zunimmt, sondern auch weil neue Anwendungsfelder, etwa bei der Überwachung von Produktionsstraßen in Fabriken oder der Analyse von Besucherströmen in Einkaufszentren, entstehen. Da die Geräte mittlerweile nahezu ausschließlich auf IP-Technik setzen, mit anderen IT-Systemen verknüpft werden müssen und es zunehmend um die Auswertung von Daten geht, werden im Vertrieb und in den Projekten immer häufiger IT-Spezialisten benötigt. Die meisten Hersteller bauen daher neben ihrem klassischen Vertriebskanal mit Errichtern und Installateuren einen IT-Channel auf, so auch die aus Kanada stammende Genetec.

In der DACH-Region arbeitet der Hersteller bereits mit einigen Systemhäusern zusammen und ist auf der Suche nach weiteren Partnerschaften. Dabei zielt er gar nicht so sehr auf Sicherheitsspezialisten ab, sondern typische Systemhäuser mit breitem Portfolio, die Kunden ihrer Region rundum betreuen. Sie können mit den Genetec-Lösungen ihr Portfolio im Bereich Videomanagement und Zutrittskontrolle ausbauen und verschiedenste Integrationsdienste übernehmen. Der Hersteller unterstützt nahezu alle Anbieter von Überwachungskameras und Zutrittskontrollanlagen, wobei er die Geräte in der Regel nativ einbindet, sodass sie von der Genetec-Software als Peripherie erkannt und verwaltet werden können. Das erleichtert Partnern nicht nur das Management, weil sie sich nicht mit unzähligen Konfigurationstools herumschlagen müssen, sondern erhöht auch die Sicherheit. Das Security-Modul des Herstellers kann beispielsweise den Patch-Status der Geräte überwachen, bei offenen Ports warnen und Passwort-Richtlinien vorgeben.

Einsatzmöglichkeiten von klein bis groß

Einige Analyseanwendungen, etwa für die Erkennung von Autokennzeichen oder – in Deutschland sicher eher selten gebraucht, aber in den USA zum Beispiel in Chicago sehr erfolgreich eingesetzt – die Erkennung von Schüssen, bietet Genetec selbst an. Andere Analytics-Tools lassen sich integrieren, ebenso Gebäudeautomationssysteme, Gegensprechanlagen, Notrufsäulen oder verschiedenste Datenbanken. Auf diese Weise können umfangreiche Umgebungen zur Unterstützung von Einsatzleitstellen aufgebaut werden. Aber auch für kleine Kunden taugen die Lösungen. »Der Einstieg kann dank SaaS und Cloud-Services mit fünf Kameras und zwei Kartenlesern erfolgen«, erklärt Norman Wollmann, Regional Manager DACH bei Genetec, im Gespräch mit CRN.

Speziell für den Einzelhandel bietet der Hersteller auch einen Cloud-Service an, der das Videomaterial von Überwachungskameras analysiert, um Besucherströme, Altersstrukturen und Wartezeiten an Kassen zu ermitteln. Der beruht teilweise auf Eigenentwicklungen, teilweise auf bekannten Drittanbieterlösungen wie Briefcam. Und auch in der Überwachung von Produktionsstraßen ist der Hersteller mit seinen Partnern sehr aktiv, allerdings weißt Wollmann darauf hin, dass in diesem Bereich oft sehr individuelle Anpassungen und Entwicklungen notwendig sind, weil die Umgebungen sich sehr stark unterscheiden.

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