»Ultrastar DC SN340« und »Ultrastar DC SN640«: Western Digital mit neuen NVMe-SSDs fürs Rechenzentrum

Mit zwei neuen SSD-Serien will Western Digital die besonderen Anforderungen von Datacenter-Umgebungen bedienen. Die neuen Drives sind mit 96-Layer-3D-NAND bestückt und unterstützen NVMe. Sie sind in verschiedenen Formfaktoren verfügbar und für leseintensive Workloads gedacht.

Die neuen Enterprise-SSDs von Western Digital: »Ultrastar DC SN340« (ganz rechts) und »Ultrastar DC SN640« in drei Formfaktoren
(Foto: Western Digital)

Western Digital hat mit »Ultrastar DC SN340« und »Ultrastar DC SN640« zwei neue SSD-Reihen vorgestellt. Beide setzen auf aktuellen TLC-NAND mit 96 Layern und sollen sich, auch dank PCIe Gen3 x4 und NVMe-Unterstützung, durch hohe Leistung und Energieeffizienz auszeichnen. Die SN340 ist vor allem für leseintensive Workloads im Rechenzentrum vorgesehen, der Hersteller empfiehlt sie etwa für verteilte NoSQL-Datenbanken, Video-Applikationen und Content Delivery Networks.

Die SSD hat den klassischen 2,5-Zoll-Formfaktor und einen U.2-Anschluss. Sie ist mit 3,84 und 7,68 TByte zu haben und soll bis zu 420.000 IOPS erreichen. Die Haltbarkeit gibt der Hersteller mit 2 Millionen Stunden und 0,3 Drive Writes Per Day über den Garantiezeitraum von fünf Jahren an.

Die SN640 ist dagegen in drei Formfaktoren verfügbar: als 2,5-Zoll-Drive, M.2-Riegel und im längeren EDSFF-Format (Enterprise and Datacenter Storage Form Factor). Letzteres bietet denn auch mit 7,68, 15,36 und 30,72 TByte die größten Kapazitäten. Den M.2-Riegel gibt es mit 960 GByte sowie mit 1,92 und 3,84 TByte, das 2,5-Zoll-Laufwerk darüber hinaus auch mit 7,68 TByte.

Alle drei Varianten sind für gemischte Workloads etwa in VDI- oder Datenbankumgebungen gedacht und erreichen laut Western Digital bis zu 480.000 IOPS bei Lesezugriffen und bis zu 120.000 IOPS bei Schreibzugriffen. Für Applikationen, die schreibintensiver sind, existieren allerdings noch Ausführungen der SN640 im 2,5-Zoll-Format, bei denen die Speicherkapazität etwas geringer ausfällt (800 GByte, 1,6 TByte, 3,2 TByte, 6,4 TByte), weil mehr Speicherzellen in Reserve vorgehalten werden. Für sie verspricht Western Digital eine Haltbarkeit von zwei Drive Writes Per Day, während es bei den anderen Varianten nur 0,8 Drive Writes Per Day sind.

Beide neuen SSD-Familien sollen sich laut Hersteller durch niedrige Gesamtbetriebskosten auszeichnen und den »Grundstein für Rechenzentren im Zettabyte-Bereich« legen. Erste Samples werden bereits ausgeliefert. Wann die SSDs auf breiter Front verfügbar sind und wie viel sie kosten sollen, steht aber noch nicht fest.