Recycling von Tintenpatronen: HP dreht das Druckerpatronen-Karusell

HP sammelt verbrauchte Druckerpatronen europaweit ein und lässt sie bei Recycling-Partner PDR wiederverwerten. Mittlerweile verwendet der US-Hersteller das so gewonnene Plastik nicht nur für die Produktion von neuen Original-HP-Patronen, sondern auch für seine Hardware-Produkte.

Verbrauchte HP-Tintenpatronen werden beim HP-Recycling-Partner PDR im Schredder zerkleinert
(Foto: CRN)

Verbrauchsmaterial, vor allem Tinte und Toner, ist für Druckerhersteller nach wie vor ein gutes Geschäft. Die guten Margen locken allerdings auch jede Menge Konkurrenten an, die sich einen Teil des Marktes sichern wollen. Neben Anbietern von kompatiblen Druckerpatronen sind das auch schwarze Schafe, die mit ihren Fälschungen den Originalanbietern zu schaffen machen. Hersteller wie HP gehen deshalb verstärkt gegen Fälscher vor. Dem Anti-Counterfeiting and Fraud (ACF) Team von HP gelang jetzt in Zusammenarbeit mit lokalen deutschen Behörden ein Schlag gegen den Handel mit gefälschtem Zubehör und Supplies. Deutsche Zollbeamte beschlagnahmten in Dresden eine Lieferung von rund 4.000 illegalen Komponenten zur Herstellung gefälschter Kartuschen.

Diese Beschlagnahme erfolgte nach einer Reihe von Razzien in Deutschland – darunter zwei am Frankfurter Flughafen. Dabei fingen die Zollbehörden große Mengen gefälschter Computerkomponenten und Toner-Kartuschen ab, die illegal mit dem HP-Logo versehen wurden.

In den vergangenen fünf Jahren wurden in EMEA so etwa zwölf Millionen Fälschungen und Komponenten von lokalen Behörden beschlagnahmt. Dabei führte HP auch über 4.500 Audits und Inspektionen (CPPAs und CDIs) der Lagerbestände von Partnern oder von verdächtigen Lieferungen an Kunden durch.

Übersicht