Recycling von Tintenpatronen: HP dreht das Druckerpatronen-Karusell

HP sammelt verbrauchte Druckerpatronen europaweit ein und lässt sie bei Recycling-Partner PDR wiederverwerten. Mittlerweile verwendet der US-Hersteller das so gewonnene Plastik nicht nur für die Produktion von neuen Original-HP-Patronen, sondern auch für seine Hardware-Produkte.

Mehrfach-Verwertung

Aus einem Teil der gewonnenen Rohstoffe entstehen neue Tintenpatronen
(Foto: CRN)

Wie die meisten anderen Druckerhersteller hat auch HP ein Rücknahmesystem für seine Original-Verbrauchsmaterialien aufgelegt. Im Rahmen seines »Planet Partners Programm« hat der Hersteller einen geschlossenen Kreislauf für die Druckerpatronen etabliert. Aus ganz Europa senden Kunden die leeren Patronen an HP zurück, damit sie bei PDR Recycling im oberfränkischen Thurnau recycelt werden. Der Spezialist für Wiederaufbereitung ist seit 2002 Recycling-Partner von HP für die Tintenpatronen aus der gesamten EMEA-Region. Die Tonerkartuschen werden dagegen an einen Partner in Frankreich geschickt.

Bei PDR werden die angelieferten Paletten zunächst gewogen und digital erfasst. Dann werden die Patronen manuell sortiert nach Patronentyp und Farben, um eine möglichst große Sortenreinheit sicherzustellen. Denn in der komplett PC-gesteuerten Anlage werden nur die Original-HP-Tintenpatronen recycelt. Irrläufer von anderen Herstellern werden aussortiert.

Im Schredder zunächst die harten Plastik- und Metallteile zerkleinert bevor in der Zentrifuge weitere Stoffe getrennt werden. Die Tintenreste werden ebenfalls gesammelt und destilliert und konzentriert. Tinte und die leichten Bestandteile werden später in einem anderen Betrieb verbrannt. Das so gewonnene Material wird dabei nicht einmal, sondern mehrfach für Original-HP-Patronen wiederverwendet. Auch zugekauftes Recyclingplastik kommt zum Einsatz, etwa aus einem von HP unterstützten Projekt in Haiti, wo Wasserflaschen recycelt werden.