ITK-Systemhaus der Salzgitter AG übernimmt Exabyters: Telcat kauft sich Zukunftstechnologie

»Die Story für unsere Mitarbeiter stimmt«, begründet Mike Bergmann den Verkauf seines Systemhauses Exabyters. Ein überraschender Schritt, der viel über die Zukunftsfähigkeit von Managed Service-Anbietern verrät.

Michael Page (Vertriebsleiter Telcat Deutschland), Andreas Fitnzer (Techn. Geschäftsführer Telcat), Markus Böttcher (Kaufm. Geschäftsführer Telcat), Margot Gaenicke-Kaffke (Prokuristin Exabyters), Mike Bergmann und Henrik Eifler (neuer Geschäftsführer Exabyters), v.l.n.r.

Viele Glückwünsche in der geschlossenen Facebook-Gruppe von iTeam erreichen derzeit Mike Bergmann. Der 41.jährige Gründer und Geschäftsführer von Exabyters dürfte mit dem Verkauf seines Systemhauses an Telcat, ITK-Dienstleister des Konzerns Salzgitter AG, der Coup des noch jungen Jahres gelungen sein. In einer Rekordzeit von nur zweieinhalb Monaten machte er den Deal perfekt. »Mitte November hatten wir das erste Gespräch. Wir wurden aufeinander zu vermittelt«, sagt er gegenüber CRN.

Was nach einem Zufall klingen mag, ist keiner. Der Verkauf kommt für viele Branchenbeobachter überraschend. Für jene aber, die tieferen Einblick in den Systemhausmarkt haben, ist er eine logische Konsequenz aus dem Strukturwandel der Anbieter-Geschäftsmodelle. »Mir ging es um die Zukunftssicherung unserer 30 Mitarbeiter der Exabyters, die eine strategisch bedeutende Rolle in einem großen Konzernverbund tragen werden«, begründet Bergmann den Verkauf an die Telcat Multicom GmbH in Salzgitter.

Die Konzerntocher der Salzgitter AG, 520 Mitarbeiter, 25 Standorte, 70 Millionen Euro Jahresumsatz, hat sich mit der Übernahme ein kräftiges Standbein im Managed Service-Geschäft dazugekauft. Die Geschäftsführer Markus Böttcher und Anderas Fitzner wollen Bergmanns Exabyters als zentralen Brückenkopf für diesen Geschäftsbereich in ihrer gesamten Firmengruppe etablieren. Der Firmenname bleibt bestehen, mit neuen Mitarbeitern soll der künftige Managed-Service-Bereich der Telcat-Gruppe in den nächsten Jahren auf 150 Mitarbeiter wachsen.

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