Context-Marktanalyse Displays: Gaming und LFDs sorgen für Umsatz im Displaymarkt

Das Jahresendquartal 2017 bescherte auch der Displaybranche steigende Umsätze. Als Treiber für das starke Monitor-Geschäft erwiesen sich insbesondere E-Sports, Gaming und Large-Format-Displays.

Gaming als Wachstumstreiber im Displaymarkt (Foto: Gorodenkoff - Fotolia)

Der Displaymarkt ist weiterhin das verkaufsstarke Zugpferd im Distributionsgeschäft. Bereits das dritte Quartal 2017 hatte sich mit Wachstumsraten zwischen 5 (TV) und 20 Prozent (Large-Format-Displays (LFD)) als erfolgreich für das Display-Geschäft der Distributoren erwiesen. Nach Analysen des Marktforschungsinstituts Context konnten im vierten Quartal nahezu alle Displaybereiche in der deutschen Distribution Wachstumsraten verzeichnen. Mit 44 Prozent Zunahme im Vergleich zum Vorjahr wies der TV-Bereich im Jahresendquartal den höchsten Zuwachs auf, gefolgt von LFDs mit 27 Prozent und Monitoren mit 10 Prozent, während das Projektionsgeschäft im Vorjahresvergleich um zwei Prozentpunkte zurückging. Insbesondere das TV-Geschäft profitierte von herausragend hohen Verkaufszahlen in der Woche des Black-Friday. Dadurch verdreifachten sich die TV-Verkäufe im Channel an Retailer und Consumer-Etailer.

Im Displaybereich sind Monitore nach wie vor die stärkste Produktgruppe, die nicht nur bei den verkauften Einheiten, sondern auch gemessen am erzielten Umsatz ein Wachstum von 15 Prozent erreichte. Am profitabelsten bleibt dabei das Consumer-Segment, das in den ersten sechs Wochen des Jahresendquartals einen Umsatzzuwachs von fast 25 Prozent verzeichnen konnte, während Business-Monitore einen Umsatzanstieg von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielten. Context-Analystin Domenika Koncewicz führt dies insbesondere auf die steigende Begeisterung für E-Sports zurück, die den Monitorabsatz insbesondere bei High-End-Geräten weiterhin antreibt.

Verkaufszahlen der deutschen Distribution je Quartal (Foto: Context)

So stiegen die Verkäufe von Monitoren mit einer Bildwiederholfrequenz von mehr als 100 Hz um 50 Prozent, wobei die Monitore mit 144 Hz derzeit die Spitzenposition einnehmen. Von diesem Zuwachs im High-End-Segment profitieren in Deutschland insbesondere Samsung, Acer und AOC. Dass Deutschland nach wie vor Wachstumstreiber im Gaming-Segment ist, zeigte sich bei Monitoren mit »G-Sync«- und »FreeSync«-Adaptive-Technologie, deren Absatz im vierten Quartal um 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr zunahm. Der größte Umsatzanstieg von Consumer-Monitoren für den Einzelhandel wurde in der Woche des Black Friday mit einem Plus von fast 200 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet.

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