Die Highlights der ISE 2018: Delikatessen der Displaybranche

LED-Displays, Digital Signage, Interaktivität und Konnektivität – mit diesen Trendthemen präsentierte sich die Displaybranche auf der ISE in Amsterdam als Zugpferd im IT-Bereich.

Macht Digitales sichtbar: ISE (Foto: ISE - Thomas Krackl)

Es gibt wohl kaum eine Messe, die die Digitalisierung so gut sichtbar zu machen vermag, wie die Integrated Systems Europe (ISE). Tausende Displays, Projektoren, Gadgets und animierte Inhalte – die ISE überflutete die Besucher auch dieses Jahr förmlich mit visuellen und auditiven Reizen. Die Displaybranche zeigte die Delikatessen und das technisch Machbare in den Bereichen AV, Systemintegration und Digital Signage. »Das Brot- und Butter-Geschäft mit 24-Zoll-Monitoren, die wir täglich verkaufen, findet man hier nicht« stellte etwa Markus Hollerbaum von Siewert&Kau fest. Dafür zeigte die Messe umso mehr, wohin die Reise im Displaymarkt geht und wie die digitale Zukunft aussehen könnte. Und das tat sie wieder einmal mit beeindruckenden Ausmaßen: 1.288 Aussteller aus 78 Ländern präsentierten sich vom 6. bis 9. Februar auf dem RAI-Messegelände in Amsterdam. Mit 53.300 Quadratmetern Ausstellungsfläche in 15 Hallen war die Messe im Vergleich zum Vorjahr erneut gewachsen. Auch bei den Besucherzahlen rechneten die Veranstalter mit einem Plus von acht Prozent, und wenn man sich durch die vollen Gänge gewühlt hat, wird man der Prognose von insgesamt 80.000 Besuchern gerne Glauben schenken.

LED überkopf bei Samsung (Foto: CRN)

Die Trends der diesjährigen ISE setzten die Hersteller insbesondere in den Bereichen LED-Displays, Digital Signage, Interaktivität und Konnektivität. Fast alle Displayanbieter, ob Philips, Samsung, LG oder Toshiba, haben ihr LED-Portfolio deutlich ausgeweitet. Samsung präsentierte erstmalig die Deckenmontage von LED-Panels, die auch in Kuppelform installiert werden können, und zeigte mit seiner MicroLED-Lösung »The Wall« einen 146 Zoll großen Display mit winzigen selbstleuchtenden LEDs. Den Pixelpitch von LED-Modulen, die größenmäßig frei skalierbar sind und eine hohe Leuchtkraft und Farbenintensität bei geringem Stromverbrauch bieten, reduziert etwa Philips auf bis zu 1,2 Millimeter. Das Potenzial für eine weitere Reduktion ist da, allerdings würde das den Preis »exponentiell noch oben treiben«, so Rainer Bloch von Philips – dafür gebe es derzeit noch keinen richtigen Markt. Einen positiven Start konnte Philips für seine neuen Displays im Bereich Krankenhaus-TV verbuchen, die man auf Marktnachfrage entwickelt habe.

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