E-Shelter investiert in neue Datacenter: Rechenzentren werden zur Dienstleistung

Immer mehr Unternehmen betreiben ihre Datacenter nicht mehr selbst, sondern mieten die benötigten Flächen einfach bei spezialisierten Anbietern wie E-Shelter an. Das lässt den Bedarf an Rechenzentrumsflächen rasant steigen.

Volker Ludwig, Senior Vice President Sales bei E-Shelter
(Foto: E-Shelter)

Für Unternehmen war es lange eine Selbstverständlichkeit, ihre Rechenzentren selbst zu bauen und zu managen. Auf die Idee, ihre Daten in ein angemietetes Datacenter auszulagern, das von einem spezialisierten Anbieter betrieben wird, wären die wenigsten gekommen. Mit der zunehmenden Menge an Daten, den erhöhten Geschwindigkeitsanforderungen und immer mehr Regularien wie BASEL II ist es für viele Unternehmen jedoch mittlerweile nicht mehr wirtschaftlich, ihre Datacenter noch selbst zu betreiben. Sie erkennen zunehmend die Vorteile eines ausgelagerten Rechenzentrums wie etwa eine professionelle Stromversorgung und Klimatisierung sowie Personal, das rund um die Uhr vor Ort ist.

Diese Entwicklung spielt Rechenzentrumsanbietern in die Hände, deren Dienstleistungen auf einmal en vogue sind und die ihre Flächen rasant ausbauen müssen, um den Bedarf ihrer Kunden decken zu können. »Seit sechs oder sieben Jahren hat sich das Bewusstsein der klassischen Unternehmen geändert«, erinnert sich Volker Ludwig, Senior Vice President Sales beim Rechenzentrumsdienstleister E-Shelter, im Gespräch mit CRN.

Seit mehr als 18 Jahren plant, baut und betreibt das Frankfurter Unternehmen Rechenzentren und positioniert sich mittlerweile als »Home der Clouds« im Markt. Der Anbieter hat derzeit zwölf Standorte im deutschsprachigen Raum – vier in Frankfurt, zwei in München, zwei in Berlin sowie jeweils einen in Hamburg, Zürich, Wien und im Rhein-Ruhr-Gebiet. Neben dem Bau neuer Rechenzentren vergrößert sich E-Shelter auch durch die Erweiterung seiner bestehenden Standorte. Da das Unternehmen beim Kauf neuer Grundstücke darauf achtet, dass diese groß genug sind, um die Fläche des Gebäudes in einem zweiten Schritt verdoppeln zu können, sind Vergrößerungen relativ einfach möglich. »Viele Kunden brauchen zusätzliche Flächen, da digitale Geschäftsmodelle wachsen«, hat Vertriebschef Ludwig festgestellt.

Wenn es um Kapazitäten und Flächen geht, ist E-Shelter zwar in Deutschland der größte Rechenzentrumsbetreiber – bislang ist der Anbieter jedoch stark auf die DACH-Region fokussiert. Mit der Planung von Datacentern in Amsterdam, London und Madrid ist E-Shelter aktuell allerdings dabei, über den deutschsprachigen Raum hinauszuwachsen. Der internationale Vorstoß soll vor allem die Stellung bei Kunden verbessern, die auch in anderen Regionen gerne mit E-Shelter zusammenarbeiten möchten.

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