Vetorecht gegen ausländische Investoren: Schutz für Know-How »Made in Germany«.

Im vergangenen Jahr wurde das Vetorecht der Bundesregierung bei der Übernahme von deutschen Unternehmen durch Nicht-EU Investoren neu geregelt. Schlüsseltechnologien aus den Bereichen Sicherheit, Rüstung und Telekommunikation sollen dadurch besser geschützt werden. Anne-Kathrin Gillig und Dirk Nawe von KPMG erläutern, was Unternehmen dabei beachten sollten.

Vorteilhafte Geschäftsbeziehung

Erleichtert wird der Einstieg eines Nicht-EU-Investors durch das neue Vetorecht also sicherlich nicht. Aber die Möglichkeit bleibt und ist vor allem für ITK-Unternehmen immer noch attraktiv. Themen wie Wachstumsfinanzierung, die Erschließung neuer Märkte oder langfristige Planungen werden durch Partner mit frischem Kapital realisierbar.

Obwohl die Übernahmen deutscher Unternehmen durch chinesische Investoren bisher in der Regel erfolgreich verlaufen sind, werden diese hierzulande immer noch mit Skepsis betrachtet – unter anderem aufgrund der Dimension ihrer Investments. Unternehmen sollten chinesische Investoren gleichwohl eher als Chance denn als Risiko sehen. Denn letzten Endes sind chinesische, aber auch andere Nicht-EU-Investoren, in erster Linie ganz einfach Investoren – und wollen als Partner auf Augenhöhe betrachtet werden.