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Geplante Fusion von Vodafone und Unitymedia

Verbände warnen vor »Re-Monopolisierung des Kabelmarktes«

27. März 2019, 08:39 Uhr   |  Daniel Dubsky

Verbände warnen vor »Re-Monopolisierung des Kabelmarktes«
© Vodafone

Zentrale von Vodafone Deutschland in Düsseldorf

Netzbetreiber und Medienanbieter machen gegen die geplante Fusion von Vodafone und Unitymedia mobil. Sie fürchten negative Auswirkungen auf Breitbandausbau, Medienvielfalt und Wettbewerb.

Im vergangenen Frühjahr gaben Vodafone und Unitymedia ihre Pläne zum Zusammenschluss bekannt. Noch müssen diese von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden. Andere Netzbetreiber und Medienanbieter halten sie indes für »nicht genehmigungsfähig«, weil sie »massive negativen Auswirkungen« fürchten. In einer gemeinsamen Erklärung haben nun der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko), der Bundesverband Glasfaseranschluss (Buglas), der Verband Privater Medien (Vaunet) sowie die Deutsche Netzmarketing GmbH (DNMG) ihre Bedenken geäußert. Darin werfen sie Vodafone vor, eine »Re-Monopolisierung des Kabelmarktes« anzustreben – immerhin entstünde durch die Fusion ein »Mega-Player mit über 14 Millionen angeschlossenen Haushalten und 80 Prozent Marktanteil im Kabelmarkt«.

Die Verbände fürchten nun, dass dieser Mega-Player die Macht hätte, die Wohnungswirtschaft durch seine Monopolstellung unter Druck zu setzen. Kleinere Kabelnetzbetreiber, die bereits unter dem Duopol von Vodafone und Unitymedia leiden würden, wären in ihrem Geschäftsmodell bedroht; Mieter müssten mit Preiserhöhungen und geringerer Angebotsvielfalt rechnen, unter anderem »durch immer teurer werdende intransparente Bundle-Angebote«.

Daneben sehen die Verbände aber auch den Glasfaserausbau in Deutschland gefährdet, weil der Wettbewerb zwischen Vodafone und Unitymedia verschwindet und ein neues Duopol mit der Deutschen Telekom entstehe. Zudem sei die Medienvielfalt bedroht, weil der entstehende Anbieter durch seine Größe den TV- und Medienanbietern die Konditionen diktieren könnte; die Verbände rechnen etwa mit einer Erhöhung der Einspeiseentgelte, einer Verschlechterung der Nutzungsbedingungen oder Einschränkungen beim Zugang zu erhobenen Daten. Außerdem könnte sich der fusionierte Anbieter durch seine »Quasi-Monopolstellung eine dominante Position auf dem Rechtemarkt« und »sukzessive exklusiven Content« sichern.

Diese Bedenken müssen die Wettbewerbshüter der EU ebenso wie das Bundeskartellamt berücksichtigen, wenn sie über die Fusionspläne entscheiden. Möglich wäre, dass sie den Zusammenschluss unter Auflagen genehmigen, etwa das Vodafone/Unitymedia sein Kabelnetz öffnen muss. Die beiden Unternehmen jedenfalls argumentieren, es entstünde ein starker Breitbandkonkurrent für die Telekom, was dem Wettbewerb gut tun würde. Und im Kabelmarkt würden sich die Verbreitungsgebiete eher ergänzen, sodass sich in den einzelnen Regionen eigentlich nichts ändern würde.

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