Schwerpunkte

Letzte Etappe der IP-Migration

Telekom schließt Umstellung der Wholesale-DSL-Anschlüsse ab

20. Mai 2020, 16:44 Uhr   |  Stefan Adelmann

Telekom schließt Umstellung der Wholesale-DSL-Anschlüsse ab
© Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom und die Telekommunikationsanbieter haben gemeinsam 1,5 Millionen DSL-Datenanschlüsse auf IP umgestellt. Die Migration der reinen Sprachtelefon- und ISDN-Mehrgeräteanschlüsse läuft jedoch weiter, soll aber bis Ende des Jahres ebenfalls abgeschlossen werden.

Die Migration der DSL-Wholesale-Datenschlüsse durch die Deutsche Telekom sowie die im VATM organisierten alternativen Telekommunikationsanbieter ist abgeschlossen. Insgesamt wurden seit 2015 1,5 Millionen Anschlüsse auf IP migriert. »Alle DSL-Wholesale-Anschlüsse werden nun auf der neuen Infrastruktur produziert«, erklärt Kerstin Baumgart, Leiterin des Geschäftsbereiches Wholesale bei der Telekom.

Im vor fünf Jahren gesteckten Zeitplan sind die Bonner damit jedoch nicht mehr geblieben. Eigentlich sollte das Großprojekt bereits 2018 abgeschlossen werden, besonders im Geschäftskundenbereich haben aber vor allem komplexe Umstellungsprozesse deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen. Jetzt scheint der Netzbetreiber jedoch auf die Zielgerade zu gehen, bis Ende des Jahres will er auch die ausstehenden Anschlüsse in die IP-Welt bringen. »In diesem Jahr wird nun noch die laufende Migration der reinen Sprachtelefon- und ISDN-Mehrgeräteanschlüsse ohne DSL-Datenanteil auf die IP-Technologie abgeschlossen«, bekräftigt Klaus Müller, bei der Telekom verantwortlich für die IP-Migration. Bereits Anfang des Jahres habe man mit der Abschaltung der alten Technologie beginnen können. »Die Telekommunikationsunternehmen haben durch ihr konsequentes Vorgehen einen wesentlichen Beitrag geleistet, damit die Plattformabschaltung planmäßig erfolgen konnte«, so Müller.

»Nahezu geräuschlos«

Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM, bewertet die IP-Umstellung trotz der Verzögerungen und viel Kritik vor allem zu Beginn des Großprojektes als Erfolg. »Alle Beteiligten haben konsequent die Migration der Anschlüsse umgesetzt«, so Grützner. »Durch eine kooperative Zusammenarbeit und eine konsequente Einbeziehung der Kunden konnten die Umschaltzeiten auf ein Minimum reduziert werden und die Migration konnte nahezu geräuschlos erfolgen.«

In vielen Unternehmen dürfte sich die Umstellung hingegen noch weit über das Jahr 2020 hinaus erstrecken. Denn oftmals wurde die bestehende Kommunikationsinfrastruktur mit Überbrückungslösungen für die IP-Anschlüsse gerüstet, sobald bestehende TK-Anlagen in den kommenden Jahren aber abgeschrieben sind oder ausgetauscht werden müssen, ergibt sich vor allem für den Channel ein weiterhin großes Potenzial.  

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