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Hoffnung auf Entscheidung in US-Deal

Telekom mit guten Geschäften

09. Mai 2019, 14:56 Uhr   |  Lars Bube

Telekom mit guten Geschäften
© Deutsche Telekom

Die Geschäfte bei der Telekom sind 2019 gut angelaufen. Das verdiente Geld brauchen die Bonner auch: Die Übernahme des US-Rivalen Sprint kostet erst einmal. Auch vor diesem Hintergrund nerven Konzern-Chef Höttges die hohen Ausgaben bei der 5G-Auktion.

Die Deutsche Telekom kann im laufenden Geschäft auch zu Jahresbeginn weiter Erfolge vorweisen. Bei der geplanten Milliardenübernahme in den USA rechnen die Bonner Anfang Juni mit einer Entscheidung der US-Behörden - das ohnehin weiter brummende Mobilfunkgeschäft in dem Land könnte dadurch für den Dax-Konzern noch ein deutlich größeres Gewicht bekommen. Doch die derzeit zäh verlaufende und teure Auktion von Mobilfunkfrequenzen für den neuen schnellen Datenfunk 5G bringt Telekom-Chef Tim Höttges auf die Palme.

Derzeit summieren sich die fälligen Ausgaben für die bietenden Telekomkonzerne auf fast 5,7 Milliarden Euro - und es geht nur in mühsamen Trippelschritten voran. Die Auktionsregeln seien entgegen der Beteuerung von Politikern so ausgestaltet, dass der Staat möglichst hohe Einnahmen erziele, sagte Höttges. »Mit dem derzeit auf dem Tisch liegenden Geld hätten schon fast 50.000 Mobilfunkmasten in Deutschland gebaut werden können«, wiederholte er eine generelle Kritik der Branche. Ein Ausstieg aus dem Rennen ist aber keine Option. Die Telekom werde bei der Auktion weiter mitbieten und das Frequenzspektrum bekommen, dass sie brauche.

Viel erfreulicher sind in seinen Augen da die Zahlen, die die Telekom aus dem laufenden Geschäft präsentieren kann. Weil die Kunden dem US-Mobilfunker T-Mobile US weiter die Ladentür einrennen und mittlerweile auch die Geschäfte in Europa wieder besser laufen, konnte die Telekom in allen Sparten Ergebnisanstiege vermelden. Selbst die seit langem kriselnde Großkundentochter T-Systems konnte hier diesmal punkten. »Das war ein guter Start ins Jahr«, sagte Höttges. »Wir sehen überall im Konzern positive Entwicklungen.«

Vor allem dank des boomenden US-Geschäfts kletterte der Konzernumsatz im ersten Quartal um knapp neun Prozent auf 19,5 Milliarden Euro. Dabei halfen der schwache Euro und die Zukäufe in Österreich und den Niederlanden. Aus eigener Kraft wuchs der Erlös um 3,5 Prozent. Das um Sondereffekte und die neue Leasing-Bilanzierung bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg um 8,3 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro.

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