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600 O2- und E-Plus-Shops vor der Schließung

Telefónica plant drastische Personalkürzungen

13. Februar 2014, 16:01 Uhr   |  Stefan Adelmann | Kommentar(e)

Telefónica plant drastische Personalkürzungen

600 E-Plus- und O2-Shops könnten vor dem Aus stehen (Foto: E-Plus)

Telefónica hat im Rahmen der Hauptversammlung ein Gutachten vorgelegt, das die drohenden Schließungen und Entlassungen aufzeigt.

Telefónica könnte im Anschluss an die E-Plus-Übernahme insgesamt 600 O2- und E-Plus-Shops schließen. Das berichtet die Rheinische Post, die im Rahmen der Hauptversammlung des Netzbetreibers Einblick in ein Gutachten von PricewaterhouseCoopers (PwC) hatte. Demnach sollen bis 2018 knapp404,7 Millionen Euro eingespart werden. Laut den Journalisten fallen viele der rund 10.000 Stellen bei E-Plus und Telefónica weg und 600 der 1800 deutschen Shops sollen vor dem Aus stehen. Von erheblichen Einsparungen geht auch Hans-Jürgen Witfeld, Vertriebsleiter bei Herweck, aus. »Hier wird sich nicht nur für den Mobilfunknutzer, sondern auch für den Handel und im Vermarktungsgeschäft einiges ändern«, erklärt Witfeld gegenüber CRN.

Beide Unternehmen setzen auf unterschiedliche Modelle. Während die O2-Shops Teil von Telefónica sind, betreibt E-Plus Franchise-Läden. Letztere könnten daher verstärkt von den Schließungen betroffen sein. Telefónica hält sich allerdings bisher bedeckt und nennt keine konkreten Pläne für die Umstrukturierung im Anschluss an die Übernahme.

Neben den Personaleinsparungen soll Telefónica laut den Medienberichten 800 Millionen Euro im Netzausbau kürzen. Aufgrund der Zusammenlegung beider Netze könnte die Infrastruktur aber trotz geringerer Investitionen auf Augenhöhe mit der Konkurrenz sein. Im Anschluss an die Übernahme soll Telefónica allein an den deutschen LTE-Frequenzen einen Anteil von 60 Prozent halten.

Aktuell haben die Aktionäre auf der Hauptversammlung den Kapitalmaßnahmen im Rahmen der Akquisition zugestimmt. Jetzt steht noch das Urteil der Europäischen Kommission aus. Dieses soll spätestes am 14. Mai vorliegen. »Wir sind zuversichtlich, dass die Europäische Kommission die Transaktion genehmigen wird und wir damit Telefónica Deutschland zu einem führenden digitalen Telekommunikationsunternehmen im deutschen Markt auszubauen können«, erklärte Markus Haas, Strategievorstand der Telefónica Deutschland.

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