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Verzögerungen durch Boost-Verkauf

T-Mobile und Sprint wollen sich für Fusion mehr Zeit nehmen

12. Juli 2019, 07:30 Uhr   |  Daniel Dubsky

T-Mobile und Sprint wollen sich für Fusion mehr Zeit nehmen

John Legere, Chef von T-Mobile USA

Die beiden Mobilfunker sollen Tochterunternehmen verkaufen, um den Wettbewerb im Markt zu stärken, doch einer der potenziellen Käufer bremst nun.

Die fusionswilligen US-Telekomfirmen T-Mobile US und Sprint wollen sich einem Pressebericht zufolge für den Abschluss des Deals mehr Zeit nehmen. Die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom und die vom japanischen Softbank-Konzern kontrollierte Sprint planten, die Fusionsvereinbarung über den 29. Juli hinaus zu verlängern, berichtete das Wall Street Journal am Donnerstag unter Berufung auf einen Insider. Bereits vor mehr als einem Jahr hatten T-Mobile US und Sprint ihre Absicht verkündet, zusammenzugehen. Aktien von T-Mobile verloren bis zu gut 2 Prozent, Anteile von Sprint mehr als 3 Prozent.

Als Zünglein an der Waage gilt der US-Satelliten-TV-Anbieter Dish, mit dem derzeit Gespräche laufen. Dem Vernehmen nach will das US-Justizministerium unter anderem mit einem Verkauf der Sprint-Prepaid-Tochter Boost an Dish den Preiswettbewerb im Falle einer Fusion sicherstellen. Mit der Übernahme von Sprint durch T-Mobile US würde sich ansonsten die Zahl der landesweit bedeutenden Mobilfunker in den USA von vier auf drei reduzieren. Gewerkschaften und viele Bundesstaaten fürchten dadurch ein Erlahmen des Preiskampfs und Nachteile für Verbraucher. Die Telekomaufsichtsbehörde FCC hatte hingegen grünes Licht signalisiert.

Dish-Chef und Großaktionär Charlie Ergen gilt jedoch als harter Verhandler, laut der Zeitung will der Milliardär bestimmte Beschränkungen für übernommene Firmenteile nicht hinnehmen. T-Mobile US will Sprint im Tausch für Aktien im Wert von mehreren Dutzend Milliarden Dollar übernehmen. Das Vorhaben war in den vergangenen Jahren schon mehrfach an Wettbewerbsbedenken gescheitert.

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