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5G und Auffalt-Smartphones auf dem Mobile World Congress

So viele Innovationen wie schon lange nicht mehr

25. Februar 2019, 10:01 Uhr   |  

So viele Innovationen wie schon lange nicht mehr
© Huawei

Erstaunlich flach ist das Falt-Smartphone Mate X von Huawei: Aufgeklappt nur 5,4 Millimeter, zugeklappt, beziehungsweise an der dicksten Stelle, sind es 11 Millimeter.

Auf dem Mobile World Congress präsentieren Hersteller ihre ersten 5G-Smartphones. Die faltbaren Smartphones könnten der Branche neuen Schwung verleihen. Huawei wehrt sich einmal mehr gegen Spionagevorwürfe.

Noch aber sind die neuen Falt-Smartphones teuer, das dürfte sich aber schon bald ändern.
© Huawei

In der Mobilfunk-Branche herrscht Aufbruchstimmung dank dem superschnellen 5G-Datenfunk. Diverse Hersteller zeigen bei der wichtigsten Branchenschau Mobile World Congress in Barcelona (25. bis 28. Februar) erste 5G-Smartphones. Der Bedarf an größeren Bildschirmen unter anderem für Medieninhalte treibt auch die größten Innovationen beim Smartphone-Design seit Jahren an: Mehrere Anbieter kündigten Telefone an, die sich zu einem Tablet aufklappen lassen.

Solche Neuerungen bringen allerdings auch Rekordpreise. Das am Sonntag in Barcelona von Huawei präsentierte Aufklapp-Telefon Mate X dürfte mit knapp 2.300 Euro das bisher teuerste Smartphone werden. Noch dürfen Journalisten das Gerät nicht in die Hand nehmen, was zeigt: das Mate X ist noch nicht final fertig, dürfte dennoch aber Mitte 2019 in den Handel kommen, spekuliert die CRN-Schwesterzeitschrift Connect.

Das vor einigen Tagen vorgestellte Galaxy Fold von Samsung gibt es für 2.000 Euro. Ein Erscheinungstermin steht auch schon fest: Es kommt am 26.April in den Handel. Für ein weiteres Falt-Gerät vom chinesischen Anbieter TCL gibt es noch keinen Preis.

LG versucht unterdessen, eine kostengünstigere Antwort darauf zu finden - mit einem zweiten Bildschirm. Das zusätzliche Display sitzt in einer Art Klapphülle und damit im geöffneten Zustand direkt neben dem Bildschirm des Telefons. Dass die beiden Displays unabhängig voneinander agieren können, bewirbt LG als Vorteil. So könne man sich zum Beispiel einen Film ansehen und gleichzeitig auf dem anderen Bildschirm etwas dazu im Internet nachschlagen. Die Lösung von LG dürfte um einiges günstiger sein als die Falt-Smartphones. Bei der Ankündigung in Barcelona wurde ein Preis allerdings nicht genannt.

Den zweiten Bildschirm in der Hülle gibt es für das erste Smartphone der Südkoreaner, das den superschnellen 5G-Datenfunk unterstützt: das Modell V50 ThinQ 5G. LG kooperiert zuerst mit zehn Netzbetreibern in den Ländern, in denen der neue Mobilfunkstandard dieses Jahr noch ausgerollt werden soll. Darunter die USA, Süd-Korea und Australien. Wann das 5G-Smartphone von LG nach Deutschland kommt, steht noch nicht fest. Es wird wohl davon abhängen, wann hierzulande das 5G-Netz startet.

Huaweis Mate X soll in 5G-Netzen auch noch schneller als die Konkurrenz sein, verspricht der Hersteller. Und der Smartphone-Senkrechtstarter Xiaomi setzt die Rivalen mit einem Preis von 599 Euro für sein erstes 5G-Gerät unter Druck.
Angesichts der Diskussion um mögliche Risiken durch Netzwerk-Technik aus China versicherte der Chef des Verbrauchergeschäfts des Branchenriesen Huawei, Richard Yu, dass die Bedenken unbegründet seien. »Wir lassen keine Hintertür für keine Regierung offen«, versicherte der Top-Manager in Barcelona.

Auf einem anderen Innovationsfeld spielt die Firma HMD Global, die Telefone unter dem traditionsreichen Markennamen Nokia produziert. Das neue Top-Modell Nokia 9 Pureview hat fünf Kameras auf der Rückseite, die gleichzeitig Aufnahmen machen, die dann zu einem Foto mit hoher Auflösung zusammengefügt werden.

Das Ergebnis sollen Bilder mit vielen Details sein, bei denen man zudem den Fokus nachträglich verändern kann. HMD Global integrierte dafür die Technologie des US-Start-ups Light als erster Anbieter in einem Telefon.

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