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Fragiles Falt-Smartphon in Einzelteilen

Samsungs Galaxy Fold bleibt ein Sensibelchen

10. Oktober 2019, 16:51 Uhr   |  Lars Bube

Samsungs Galaxy Fold bleibt ein Sensibelchen
© iFixit

Zerlegt man Galaxy Fold in seine Einzelteile, sieht man schnell, wo Samsung sein Falt-Smartphone in den letzten Monaten verbessert hat – aber auch, wo noch immer Schwachstellen lauern.

Als im Frühjahr mehrere Vorab-Testgeräte von Samsungs Galaxy Fold schon nach wenigen Tagen Nutzung plötzlich ihren Geist aufgaben, waren die Reparaturprofis von iFixit die ersten, die mit einer detaillierten Analyse des Geräts und seiner Bauteile die wahrscheinliche Ursache für die Ausfälle des faltbaren Displays ausfindig machen konnten: Staubeintrag über verschiedene schlecht abgedichtete Stellen wie das Scharnier sowie die Falzkante des Screens an der Ober- und Unterseite. Kurz darauf verschob Samsung den Launch um unbestimmte Zeit und zwang iFixit dazu, den Bericht wieder aus dem Netz zu nehmen. Gut ein halbes Jahr später ist das Klapp-Smartphone jetzt in einer verbesserten Variante zurück und nun auch offiziell im Verkauf – wenn auch vorerst nur unter speziellen Bedingungen, wie einer persönlichen Einweisung durch einen Concierge.

Flankiert wird der Marktstart – selbstredend – von einem neuen Teardown von iFixit. Angesichts der weitgehend unveränderten Hardwareausstattung liegt dessen Informationswert vor allem in der intensiven Betrachtung der im April kritisierten Schwachstellen. Und siehe da: genau die sind es auch, die Samsung überarbeitet hat. Das Scharnier bietet nun weniger Lücken, wodurch es allerdings um einige Gramm schwerer wurde. Im Inneren soll eine zusätzliche Schutzfolie über der Scharnierbefestigung die Elektronik und vor allem das Display gegen dennoch in den komplizierten Klappmechanismus geratenden Schmutz versiegeln. Das nach Einschätzung von iFixit noch etwas größere Problem des Spalts zwischen Falzkante und Gehäuse will Samsung durch eine zusätzliche Schutzabdeckung an dieser Stelle beheben.

Zudem hat der Hersteller die notwendige Schutzfolie für das Display, die im Frühjahr noch manche Tester im Übereifer heruntergerissen hatten, nun so fest und bis unter den Rahmen verspannt, dass es hier keine entsprechenden Unfälle mehr geben sollte. Und auch das Display selbst wurde durch eine Art Einlagen aus Metall in sich etwas versteift und stabilisiert.

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