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Handelsstreit und fallende Chip-Preise

Samsung rechnet mit Umsatz- und Gewinnrückgang

08. Oktober 2019, 14:32 Uhr   |  Stephanie Jarnig

Samsung rechnet mit Umsatz- und Gewinnrückgang
© Samsung

Samsung gerät gleich an mehreren Fronten unter Druck. Ein Überangebot im Chipmarkt, der Handelsstreit zwischen den USA und China, die starke Konkurrenz bei Smartphones drücken den Umsatz. Dementsprechend rechnet das Unternehmen mit einem deutlichen Gewinnrückgang in seinen Kerngeschäften im Vergleich zum Vorjahr. Unerwartet kommt das allerdings nicht.

Wegen fallender Chip-Preise erwartet der Technologieriese Samsung das vierte Quartal in Folge einen Rückgang des operativen Gewinns. Der Marktführer bei Speicherchips, Smartphones und Fernsehern aus Südkorea teilte am Dienstag in seinem Ergebnisausblick für das dritte Quartal 2019 mit, der Gewinn aus den Kerngeschäften werde im Jahresvergleich um 56 Prozent auf 7,7 Billionen Won (etwa 5,9 Milliarden Euro) sinken. Dennoch lagen die Zahlen über den Markterwartungen.

Beim Umsatz rechnet Samsung mit einem Rückgang um 5,3 Prozent auf 62 Billionen Won. Genaue Geschäftszahlen legt der Konzern wie üblich erst zu einem späteren Zeitpunkt vor.

Seit Ende des vergangenen Jahres kämpft Samsung mit den Folgen eines schwächeren Chipmarkts. Unter anderem belasteten ein Überangebot und auch der Handelsstreit zwischen den USA und China die Branche. Mit Halbleitern verdient Samsung mit Abstand das meiste Geld. Im dritten Quartal des vergangenen Jahres hatte die weltweite Nachfrage nach Speicherchips für Rechenzentren und Mobilgeräte den Südkoreanern noch ein Rekordergebnis beschert.

Bei Smartphones setzt die Konkurrenz aus China den Marktführer stark unter Druck. Zuletzt konnte Samsung allerdings von den US-Sanktionen gegen den Konkurrenten Huawei profitieren. Samsung setzt seine Hoffnungen unter anderem auf die 5G-Version aus der Galaxy S10-Reihe sowie des neueren Galaxy Note 10. Der Konzern hatte mit dem S10 5G das weltweit erste verfügbare Smartphone mit eingebautem Mobilfunkchip für die neuen Hochgeschwindigkeitsnetze im April auf den Markt gebracht.

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