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Sicherheitsbedenken und Coronakrise

Huawei strauchelt

22. April 2020, 15:12 Uhr   |  Andrej Sokolow, dpa | Kommentar(e)

Huawei strauchelt
© Huawei

Dem sonst so umsatzstarken Huawei-Konzern wird derzeit von vielen Seiten übel mitgespielt: Erst leidet das Geschäft unter Spionagevorwürfen und dann legt die Coronakrise noch die Produktionen still. Entsprechend abgesackt ist das Umsatzwachstum.

Die Coronavirus-Krise hat dem bereits von US-Sanktionen gebeutelten chinesischen Huawei-Konzern im vergangenen Quartal schwer zugesetzt. Der Umsatz wuchs im Jahresvergleich nur um 1,4 Prozent auf 182,2 Milliarden Yuan (23,7 Mrd Euro), wie Huawei am Dienstag mitteilte. Der Netzwerk-Ausrüster und Smartphone-Anbieter ist ganz andere Wachstumsraten gewohnt: Im vergangenen Jahr stiegen die Erlöse selbst gebremst durch die US-Blockade noch um rund ein Fünftel.

Jetzt hatte der wochenlange Stillstand in China aber das Geschäft im Heimatmarkt abgewürgt, wo Huawei unter anderem mit Abstand die Nummer eins im Smartphone-Markt ist. Angaben zur Entwicklung einzelner Geschäftsbereiche und zur Zahl verkaufter Smartphones legte Huawei zunächst nicht vor. Im internationalen Smartphone-Geschäft macht dem Konzern bereits Probleme, dass neue Modelle wegen der US-Sanktionen ohne Google-Dienste verkauft werden müssen. Das Geschäft mit Mobilfunkanbietern im Westen wird unterdessen von Sicherheitsbedenken belastet.

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