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Umbruch im Smartphone-Markt

Huawei stiehlt Apple und Samsung die Show

06. Mai 2019, 15:43 Uhr   |  Lars Bube


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Huawei stiehlt Apple und Samsung die Show (Fortsetzung)

Samsung muss zittern

Aber auch der Stern des seit Jahren unangefochtenen Weltmarktführers Samsung befindet sich weiterhin klar im Sinkflug. In den ersten drei Monaten des Jahres konnte der Elektronikkonzern aus Südkorea 71,9 Millionen Smartphones ausliefern, über acht Prozent weniger als noch im Vorjahr. Dabei betont Samsung jedoch, dass seine neuen Spitzenmodelle der Galaxy-S10-Reihe gut in den Markt gestartet sind und bei den Kunden viel Anklang finden. Mit der Einführung der 5G-Varianten soll die Nachfrage hier weiter steigen. Allerdings musste das Unternehmen gleichzeitig den Verkaufsstart seines ersten Falt-Smartphones Galaxy Fold, das eigentlich die eigene Innovationskraft betonen sollte, aufgrund technischer Probleme auf unbestimmte Zeit verschieben.

Völlig unbeeindruckt vom Schrumpfen des Marktes zeigte sich indessen Huawei. Der chinesische Hersteller steigerte seine Verkaufszahlen um mehr als 50 Prozent auf 59,1 Millionen Geräte. Obwohl das Unternehmen Apple erst im vergangenen Jahr vom zweiten Rang in den Verkaufscharts verdrängen konnte, hat es sich damit inzwischen einen veritablen Vorsprung gegenüber dem iPhone-Hersteller erarbeitet. Und auch der vor einem Jahr noch von manchem belächelte Plan, Samsung spätestens im nächsten Jahr von der Spitzenposition zu verdrängen, rückt damit in immer greifbarere Nähe. Ein Geheimnis dieses Erfolgs ist, dass sich Huawei mit viel beachteten Spitzenmodellen vom Image des Billigheimers befreit hat und deshalb über alle Preissegmente hinweg von einem guten Image und starken Verkaufszahlen profitiert.

Anderen chinesischen Anbietern ist dieser Erfolg bisher hingegen nicht gelungen. So verkaufte etwa Xiaomi im ersten Quartal, trotz seines verstärkten Engagements auf dem europäischen Markt, 10 Prozent weniger Smartphones. Auch bei Oppo gingen die Verkaufszahlen um sechs Prozent zurück. Das ermöglichte der ebenfalls chinesischen Marke Vivo ein Comeback unter die Top 5. Mit einem Zuwachs um 24 Prozent auf 23,2 Millionen verkauften Smartphones konnte sie Oppo knapp überholen.

Der Trend aus dem ersten Quartal dürfte sich laut IDC für den Rest des Jahres fortsetzen. Eine mögliche leichte Erholung der Verkaufszahlen sehen sie erst im nächsten Jahr, wenn der Ausbau der 5G-Netze voranschreitet und sich die Mehrheit der Kunden passende neue Geräte zulegt, die den schnelleren Standard unterstützen.

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