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Stellenabbau

Gopro strafft Vertriebnetz

16. April 2020, 10:01 Uhr   |  dpa/Martin Fryba

Gopro strafft Vertriebnetz
© Gopro

Krise beim Actionkamera-Hersteller Gopro: Der Umsatz bricht weiter ein, nun streicht der US-Konzern jeden fünften Job und stetzt im Vertrieb auf Online und auf Flächenmärkte.

Gopro macht die schwindende Nachfrage nach Actioncams weiter zu schaffen. Der Umsatz im ersten Quartal war mit 119 Millionen US-Dollar (109,5 Millionen Euro) nur etwa halb so hoch wie ein Jahr zuvor. Das Vertriebsnetzwerk von Gopro sei von der Corona-Pandemie getroffen worden, sagte Gründer und Chef Nick Woodman zur Begründung.


Der Stellenabbau und geringere Ausgaben für Vertrieb und Marketing sollen die Kosten in diesem Jahr um 100 Millionen Dollar senken - und 2021 um weitere 250 Millionen Dollar.


In größeren europäischen Ländern habe der direkte Online-Verkauf im vergangenen Jahr bereits mehr als ein Fünftel der Erlöse eingebracht. In den USA liege der Anteil fast bei 20 Prozent. In Ländern, wo der Online-Verkauf weniger populär ist, wolle Gopro weiterhin mit großen Einzelhändlern zusammenarbeiten.


Das Unternehmen hatte bereits in den vergangenen Jahren mit Verlusten zu kämpfen, Analysten zweifelten an den langfristigen Aussichten für den gesamten Actionkamera-Markt für Sportler und Abenteurer. Im Weihnachtsquartal brachte das neue Modell Hero8 der Firma aber wieder schwarze Zahlen.

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