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Recruiting mit Linkedin

Galionsfiguren für die Millennials

19. Februar 2018, 12:12 Uhr   |  Martin Fryba

Galionsfiguren für die Millennials
© CRN

CEOs bei Linkedin: Nahbar, locker, um Authentizität bemüht, gestern noch abgehobener Key-Speaker auf einem bedeutenden Wirtschaftsforum, heute bodenständiger Manager zum Anfassen – wenn auch für viele nur im virtuellen Raum

Drei Top-Manager aus der Industrie, eine Wirtschaftsjournalistin und ein Startup-Gründer sind die Top-5 Influencer bei Linkedin im deutschsprachigen Raum. Was haben sie, was ich nicht habe?

Dieter: »Zwischen Böblingen und Sindelfingen wachsen keine Palmen. Wir haben ja auch den Pazifik etwas weiter entfernt. Aber dafür haben wir aus meiner Sicht noch etwas viel Schärferes, nämlich: geile Autos, die unheimlich viel Spaß machen, Emotionen wecken«, sagt der ältere Herr mit dem markanten Schnurrbart und stoppt sein Auto. Eine junge Dame steigt ein. Er: »Hallo«. Sie: »Guten Tag, mein Name ist Mokanosch«. Dieter: »Grüß Gott, Dieter Zetsche, darf ich Sie mit Vornamen ansprechen?«. Sie: »Ja natürlich, klar«. Dieter strahlend: »Wunderbar, also ich bin Dieter, Sie sind Moka«. Und los geht das fünfeinhalb minütige Carpool Recruiting mit dem CEO, das auf der Linkedin-Profilseite des Daimler-Chefs angeschaut und geliket werden kann.

»Sehr gute Idee - und ein sehr bodenständiger Herr Zetsche! Weiter so«, lobt Fabian Bosler. Mit seinem Kommentar könnte der junge Ingenieur bei Keller Lufttechnik bereits auf der Potentialliste der Talentsucher im Daimler-Konzern gelandet sein. Zeigen die Algorithmen der Recruiting-Lösung von Linkedin noch weiter Fähigkeiten von Fabian an, die mit den von Daimler gesuchten Skills übereinstimmen, könnte er bald selbst zum Vorstellungsgespräch nach Sindelfingen eingeladen werden.

Ein Dieter für uns alle
Stellenanzeige war gestern. Active Sourcing ist heute das Gebot der Stunde. Auf aktuelle und zukünftige Talente darf man nicht passiv warten. Personaler müsse sie suchen, beobachten, ansprechen und zwar dort, wo sich die Millennials aufhalten: In sozialen Netzwerken, wie dem mit 530 Millionen Mitgliedern weltweit größten B2B-Netzwerk Linkedin.»Die Automobilbranche ist im Umbruch. Ich finde es klasse, dass wir auch beim Recruiting neue Wege gehen«, sagt Zetsche.

Daimler und einige weitere Traditionskonzerne haben seit längerem schon erkannt, dass ihrem Top-Management eine entscheidende Rolle beim Employer Branding zukommt, nämlich die der Galionsfigur. Nahbar, locker, um Authentizität bemüht, gestern noch abgehobener Key-Speaker auf einem bedeutenden Wirtschaftsforum, heute bodenständiger Manager zum Anfassen – wenn auch für viele nur im virtuellen Raum. Es muss eben ein Dieter für uns alle sein, setzen die PR-Stäbe in Konzernen ihre Chefs medial in Szene. Linkedin flankiert mit enormer Reichweite, einer intelligenten Content-Steuerung, professionellen Talent-Tools und sorgt mit einem eigenen Redaktionsteam in München, wer zu den Top-Influencern in Deutschland, Österreich und der Schweiz zählt.

Unter den fünf besonders einflussreichsten Galionsfiguren, die Linkedin für die DACH-Region erstmals ausgewählt hat, sind drei Top-Manager aus der Industrie, eine Wirtschaftsjournalistin und ein Startup-Gründer. Sie schmückt das Logo »Influencer«, während sich die Top-25 auf Linkedin (www.go.crn.de/30) immerhin mit dem Button »Top Voices« zieren dürfen.

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1. Galionsfiguren für die Millennials
2. 1. Dieter Zetsche, CEO Daimer
3. 2. Miriam Meckel, Herausgeberin Wirtschaftswoche
4. 3. Peter Terium, CEO Innogy
5. 4. Martina Koederitz, Global Industry Managing Director IBM
6. 5. Max Wittrock, Mitbegründer Mymüsli

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