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5G-Aufbau ohne Huawei möglich

Ericsson kontert Kapazitäts-Argument

02. Dezember 2019, 13:28 Uhr   |  dpa

Ericsson kontert Kapazitäts-Argument
© Ericsson

In der Diskussion um den Ausschluss von Huawei aus dem Aufbau der europäischen 5G-Netze wird immer wieder das Argument angeführt, ohne die Kapazitäten des chinesischen Anbieters sei das schlichtweg nicht möglich. Dem widerspricht Ericsson allerdings deutlich.

Der schwedische Mobilfunkausrüster Ericsson sieht sich in der Lage, Europa mit genügend 5G-Funkeinheiten zu versorgen, um die Netze für die fünfte Mobilfunkgeneration aufzubauen. Das sagte Ericsson-Manager Fredrik Jejdling am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Jejdling trat damit Befürchtungen entgegen, Ericsson verfüge nicht über genügend Kapazitäten, alle europäischen Mobilfunknetzbetreiber mit 5G zu beliefern, wenn chinesische Anbieter wegen Sicherheitsbedenken in Europa ausgeschlossen werden sollten.

»Ericsson verfügt über ein breites Portfolio an 5G-Produkten, mit denen wir Kunden auf allen Kontinenten beliefern«, sagte Jejdling, der bei Ericsson die Netzwerk-Sparte leitet. Als Ausrüster von 23 5G-Netzen, die sich bereits im Livebetrieb befinden, habe Ericsson bisher mehr als vier Millionen 5G-fähige Funkeinheiten ausgeliefert. »Als globales Unternehmen stehen wir bereit, unsere Kunden in allen Märkten zu beliefern.«

In den westlichen Ländern wird auch vor dem Hintergrund des Handelskriegs der USA gegen China kontrovers diskutiert, ob insbesondere der chinesische Konzern Huawei beim Aufbau des 5G-Netzes nicht von vornherein ausgeschlossen werden sollte. Vertreter der USA, aber auch etliche Politiker in Deutschland und in anderen westlichen Ländern sehen die Gefahr, dass Huawei aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen in seinem Heimatland gezwungen sein könnte, Informationen und Daten, die eigentlich geschützt werden sollen, dem Heimatland zur Verfügung zu stellen. Huawei weist diese Bedenken als unbegründet zurück.

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