High-Speed-Mobilfunktechniken: Handys für High-Speed-Mobilfunktechnik LTE kommen mit Verspätung

Vor einem massiven Problem steht die UMTS-Nachfolgetechnik »Long Term Evolution« nach Einschätzung der Marktforschungsgesellschaft The Linley Group. Ab kommenden Jahr wollen Service-Provider erste Dienste anbieten, dazu passende Handys werden aber erst 2011 bereitstehen.

Long-Term-Evolution-Dienste (4G) wollen die ersten Mobilfunk-Service-Provider bereits im nächsten Jahr auf den Markt bringen. Dazu gehören Telia Sonera in Finnland und Schweden sowie Verizon Wireless in den USA.

Die Standard-Datenraten von LTE laut Qualcomm: Beim Herunterladen sollen bis zu 277 MBit/s möglich sein.

Prototypen von dazu passenden Endgeräten waren bereits im Februar auf dem Mobile World Congress in Barcelona zu sehen. So zeigte LG Electronics ein LTE-Modem mit einem Chip aus eigener Fertigung. Es erreicht laut LG beim Herunterladen von Daten 60 MBit/s, beim Upload bis zu 20 MBit/s.

Dagegen sagte Qualcomm, einer der größten Hersteller von Halbleitern für Mobilgeräte, dass Samples seines LTE-Chipsets erst in der zweiten Jahreshälfte 2009 verfügbar sein werden. Somit droht zum Start von LTE-Diensten ein Engpass bei Endgeräten, die solche Services nutzen können, sagt die Marktforschungsgesellschaft The Linley Group.

Die ersten Endgeräte, die halbwegs alltagstauglich sind, werden voraussichtlich erst 2011 auf der Bildfläche erscheinen, so die Marktexperten. Dagegen würden die Mobiltelefone, die 2010 bereit stünden, zu schwer und zu stromhungrig sein.

Aus diesem Grund, und vermutlich auch deshalb, weil LTE-Dienste zu Anfang sehr teuer sein werden, wollen Carrier wie Verizon anfangs Modems anbieten. Sie sollen Notebooks den Zugang zur High-Speed-Technik ermöglichen.