Wiederaufnahme der Verhandlungen: »Vorläufiger Burgfrieden« im Handelskrieg der USA mit China

Mit Spannung wird das Treffen des US-Präsidenten mit Chinas Staatschef Xi am Rande des G20-Gipfels der Wirtschaftsmächte in Japan erwartet. Wird sich Trump wirklich mit neuen Zöllen zurückhalten?

(Foto: Rawf8 - AdobeStock)

Die USA und China haben sich nach einem Pressebericht auf einen »vorläufigen Burgfrieden« in ihrem Handelskrieg und eine Wiederaufnahme der Verhandlungen geeinigt. Unter Berufung auf nicht genannte Quellen berichtete die Hongkonger Zeitung »South China Morning Post« am Donnerstag gemeinsam mit der US-Publikation »Politico«, US-Präsident Donald Trump habe zugesagt, die angedrohte Ausweitung der Strafzölle auf alle Importe aus China erstmal zu verschieben. Das sei Bedingung von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping für das Treffen am Samstag in Osaka in Japan gewesen.

Beide Seiten bereiteten bereits Presseerklärungen zu dem Treffen zwischen Xi Jinping und Trump am Rande des Gipfels der großen Wirtschaftsmächte (G20) in Osaka vor, doch werde es keine gemeinsame Erklärung geben. Zu der berichteten Verschiebung der neuen Zusatzzölle zitierte das Blatt auch eine Quelle: »Präsident Trump kann seine Meinung immer noch ändern.« Doch gebe es jetzt erstmal einen Burgfrieden. Trump hatte aber am Vortag in einem TV-Interview bekräftigt, die Sonderabgaben jederzeit verhängen zu können.

Der US-Präsident sprach von seinem »Plan B«, falls China kein Entgegenkommen zeige. So hatte er angedroht, Zölle von 10 bis 25 Prozent auf weitere Importe aus China im Wert von mehr als 300 Milliarden US-Dollar zu verhängen. Bisher sind schon Einfuhren aus China im Wert von mehr als 200 Milliarden US-Dollar mit 25-prozentigen Sonderabgaben belegt. China hatte mit Gegenzöllen reagiert, doch exportieren die USA nur für rund 120 Milliarden US-Dollar nach China. Trump sagte, es sei möglich, dass es mit Xi Jinping eine Einigung gebe. »Aber ich bin jetzt auch sehr glücklich.«

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