»Unser Beitrag zur US-Wirtschaft würde sinken«: Apple warnt vor Strafzöllen gegen China

Apple hat sich offiziell gegen weitere Strafzölle für Importe aus China ausgesprochen. Die würden das Unternehmen nicht nur belasten und seinen Beitrag zur US-Wirtschaft reduzieren, sondern auch ausländische Wettbewerber stärken.

Apple-Chef Tim Cook
(Foto: Apple)

Die US-Regierung plant eine Ausweitung ihrer Strafzölle für Importe aus China. Für eine ganze Reihe weiterer Produkte sollen bald Gebühren von bis zu 25 Prozent fällig werden. Weil davon auch alle wichtigen Apple-Produkte betroffen wären, schaltet sich der Hersteller nun in den Handelskonflikt ein und fordert in einem Schreiben an den Handelsbeauftragten Robert Lighthizer, die Maßnahmen nicht umzusetzen (PDF). Apple sei »ein stolzes US-Unternehmen« und einer der größten Erschaffer von Arbeitsplätzen in den USA, heißt es darin, bevor die Leistungen für die US-Wirtschaft herausgestellt werden: Man sei der größte Steuerzahler für das Finanzministerium und leiste jedes Jahr »Milliarden« an lokalen Abgaben, eröffne neue Standorte, schaffe neue Jobs und liefere Produkte, die amerikanische Familien, Studenten, Unternehmen, Regierungsbehörden, Schulen und Krankenhäuser nutzen.

Mit den geplanten Strafzöllen würde sich dieser Beitrag zur US-Wirtschaft verringern, warnt Apple, und auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens beeinträchtigt. »Die chinesischen Hersteller, mit denen wir im globalen Markt konkurrieren, haben keine signifikante Präsenz im US-Markt und sind daher von den US-Strafzöllen nicht betroffen. Auch unsere anderen großen nichtamerikanischen Wettbewerber sind das nicht«, so Apple. Das Fazit des Herstellers: »US-Strafzölle würden daher das Spielfeld zugunsten unserer globalen Wettbewerber kippen.«

Apple zufolge betreffen die neuen Zölle nicht nur Produkte wie iPhone, iPad, iMac und Apple TV, sondern auch Reparatur- und Austauschteile, Batterien und Zubehör wie Mäuse, Tastaturen, Kopfhörer und Lautsprecher.