EU gelingt Schlag gegen Produktfälscher: Mehr als 4,7 Millionen gefälschte Produkte aus dem Verkehr gezogen

In einer gemeinsamen Aktion ist europäischen Ermittlern ein großer Schlag gegen zwei Banden gelungen, die unter anderem gefälschte Smartphones und andere Elektronikartikel verkauft hatten.

Polizisten der italienischen Guardia di Finanza mit beschlagnahmten Produktfälschungen
(Foto: Europol)

In der EU-weiten Operation »Aphrodite II« sind Strafverfolgungsbehörden aus mehreren Ländern mit Unterstützung durch Europol gegen zwei Fälscherbanden vorgegangen. Mehr als 30 Verdächtige wurden verhaftet, 110 weitere den lokalen Behörden gemeldet. Sie sollen im großen Stil gefälschte Waren verkauft haben, darunter neben Sportartikeln und Kosmetika auch Mobiltelefone, Settop-Boxen und andere elektronische Geräte und Komponenten.

Beworben und vertrieben wurden die Produkte vor allem über soziale Netzwerke und eigens eingerichtete Shops. Via Social Media priesen die Verdächtigen die Produkte an und leiteten die Interessenten auf versteckte Marktplätze weiter oder klärten die Zahlungs- und Lieferdetails direkt über Messenger und andere digitale Kommunikationskanäle.

Insgesamt wurden im Rahmen der Operation nicht nur mehr als 4,7 Millionen gefälschte Produkte beschlagnahmt, sondern auch 16.400 Social-Media-Accounts stillgelegt und 3.300 Websites abgeschaltet.

Durch Produktfälschungen entsteht nicht nur ein wirtschaftlicher Schaden. Europol weist darauf hin, dass diese Produkte wegen fehlender Qualitätskontrollen und der Nichteinhaltung gesetzlicher Normen »extrem gefährlich« sein und der Gesundheit schaden können.