Markt für TK-Lösungen: Cloud wächst, stationär bleibt

Der Markt für TK-Lösungen verändert sich – allerdings nicht so schnell, wie es mancher Anbieter gerne hätte. Die Cloud wird zwar wichtiger, die stationäre TK-Anlage bleibt aber das beherrschende Thema.

Vorrang für Private Single Instance

Karl-Heinz Schoo, Leiter der Geschäftseinheit UCC bei Also Deutschland
(Foto: Also)

Für den TK-Channel sei es letztendlich entscheidend, zwischen »Public Multi Tenant« und »Private Single Instance« zu unterscheiden. »Die letztere Variante wird von den Systemhäusern als Managed Service angeboten. Sie deckt aktuell die größte Vielzahl unterschiedlicher Kundenanforderungen ab, ist individuell konfigurierbar und stellt für den Channel das eindeutig interessantere Geschäftsmodell dar. Sie macht weit mehr als die Hälfte der im Segment >100 User genutzten Services aus. Hingegen ist die „Public Multi Tenant“ Variante eher für das KMU-Segment mit weniger als 100 Usern geeignet. Sie wird meist standardisiert im Paket und mit einer fixen Flatrate angeboten«, erläutert Schoo.

Die Hoffnung auf eine extrem rasante Ablösung der stationären Telefonanlage durch die Cloud-Telefonie hat der Cloud-Spezialist Nfon zwar aufgegeben, sieht aber dennoch gute Marktchancen: »Wir können feststellen, dass immer weniger stationäre Kommunikationsplattformen verkauft werden. Ganz verschwinden werden die stationären Anlagen nie, aber: Der Cloud gehört die Zukunft und auch in Sachen Telekommunikation ist sie mehr als auf dem Vormarsch«, sagt Vice President Public Relations Thorsten Wehner. »Sie ist etabliert, hat das Nischendasein längst überwunden und zeichnet branchenweit enorme Wachstumskurven. Dazu tragen unter anderem immer besser werdende Lösungen bei, sowie ein wachsendes Verständnis der Unternehmen und auch die Bereitschaft für Verbesserungen in der Unternehmenskommunikation.«