Twitter-Regeln für den Tesla-Mitgründer: Elon Musk muss sich Tweets absegnen lassen

Sein ungebremstes Twittern hat Elon Musk schon häufiger Ärger eingebracht. Künftig muss er sich Tweets zu bestimmten Themen von einem Anwalt genehmigen lassen.

Elon Musk, Mitgründer und CEO von Tesla
(Foto: Elon Musk / Twitter)

Kaum ein Unternehmenslenker ist bei Twitter so aktiv wie Elon Musk, was dem Tesla-Mitgründer viele Fans beschert hat – schließlich beantwortet Musk häufig Fragen von Kunden und beteiligt sich an zahlreichen Diskussionen. Oft äußert er sich aber auch zum Elektroautohersteller und ist damit schon einige Male angeeckt, vor allem im vergangenen Jahr, als er einen Börsenrückzug andeutete. Der kam schließlich nicht, die US-Börsenaufsicht SEC reichte Klage ein – man einigte sich auf eine hohe Strafzahlung und die Bestellung eines neuen Chairman für Tesla. Musk versprach zudem, künftig nichts mehr zu twittern, was für Investoren relevant ist, um nicht erneut den Verdacht entstehen zu lassen, er versuche Anteilseigner und Aktienkurs zu manipulieren.

Als Musk dann im Februar twitterte, Tesla werde in diesem Jahr 500.000 Fahrzeuge produzieren, sah die SEC das als einen Verstoß gegen den damaligen Vergleich. Musk ruderte anschließend zwar zurück und erklärte, er meinte, dass man zum Jahresende eine Produktionsrate von 10.000 Autos pro Woche erreichen werde, was etwa einer halben Million pro Jahr entspricht. Doch die SEC klagte erneut, diesmal wegen Missachtung eines US-Gerichts.

Nun haben sich Tesla, Musik und die SEC auf Twitter-Regeln für Musk verständigt. Der darf prinzipiell weiter frei twittern, nur die Tweets zu einigen Themen muss er sich vorab von einem Anwalt genehmigen lassen. Techcrunch zufolge gilt das für alle Tweets, die die Finanzlage von Tesla oder Prognosen zu dieser betreffen, Übernahmen, Merger oder Joint-Ventures, Produktions-, Verkaufs- oder Auslieferungszahlen, die zuvor noch nicht in offiziellen Dokumenten veröffentlich wurden, sowie rechtliche und regulatorische Informationen. Auch zu neuen Geschäftsbereichen darf sich Musk nicht äußern, ohne dass ein Anwalt das absegnet.