Breitbandmessung der Bundesnetzagentur: Nur knapp 13 Prozent der Nutzer erhalten im Festnetz die versprochene Bandbreite

Die Schere zwischen vertraglich vereinbarter und tatsächlicher erreichter Bandbreite klafft nach wie vor auseinander. Die Bundesnetzagentur sieht Handlungsbedarf.

Auch Mobilfunk kann Versprechungen nicht halten

Noch schlechter als im Festnetzbereich sehen die Zahlen bei mobilen Breitbandanschlüssen aus. Hier wurde die vertraglich vereinbarte Maximalbandbreite nur bei 1,5 Prozent der Nutzer erreicht oder überschritten. 83,9 Prozent erreichen nicht mal die Hälfte – beides ein leichter Rückgang gegenüber der letzten Messung 2016/2017 (damals: 1,6 Prozent und 81,4 Prozent).

Laut Bundesnetzagentur wurden tendenziell in den höheren Bandbreitenklassen niedigere Prozentwerte erreicht. Auch bei einigen Anbietern verschoben sich die Werte nach unten – der Bundesnetzagentur zufolge weil vielfach die Tarife angepasst und höhere Maximalbanbreiten in Aussicht gestellt wurden. Zwar hätten die gemessenen Datenübetragungsraten zugenommen, aber nicht im gleichen Maße wie das vereinbarte Maximum.

Dennoch bewerten die meisten Kunden ihre Anbieter mit »sehr gut«, »gut« oder »zufriedenstellend« (74,7 Prozent), wenn auch etwas weniger als beim letzten Mal (2016/2017: 76,6 Prozent).

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